Job-Netzwerk Xing-Chefin darf bis Ende 2026 weitermachen

Der Umbau beim LinkedIn-Konkurrenten Xing kann weitergehen: CEO Petra von Strombecks Vertrag wird bis Ende 2026 verlängert.
Kann als CEO bei der Xing-Mutter New Work weitermachen: Petra von Strombeck

Kann als CEO bei der Xing-Mutter New Work weitermachen: Petra von Strombeck

Foto: Raimar von Wienskowski / NEW WORK SE

Xing-Chefin Petra von Strombeck (52) bleibt dem Berufsnetzwerk Xing wohl weitere vier Jahre als CEO erhalten. Wie das Berufsnetzwerk am Mittwoch mitteilte , beschloss der Aufsichtsrat der Xing-Mutter New Work  SE, den Vertrag von Strombeck bis zum Jahresende 2026 zu verlängern. Von Strombeck hatte erst im April 2020 – inmitten der Coronazeit – den Chefposten bei dem Berufsnetzwerk angetreten. Und hatte dies seitdem stark umgebaut, um Xing angesichts der steigenden Marktmacht von LinkedIn als Plattform für die Jobsuche zu etablieren.

Im B2B-Bereich, der mittlerweile rund 60 Prozent des New-Work-Geschäftes ausmacht, machte sie dort zuletzt auch Fortschritte, während die Zahl der zahlenden Xing-Nutzer weiter schrumpfte. Unter dem Strich erwirtschaftete von Strombeck damit im vergangenen Jahr ein Ergebnis von 39,3 Millionen Euro. Beim Aktienkurs fruchteten ihre Bemühungen allerdings bislang nur beschränkt. Er ist seit Juni 2020 um rund die Hälfte auf zuletzt rund 140 Euro abgestürzt.

Das Medienhaus Burda, mit 50 Prozent größter Aktionär bei New Work und größter Profiteur der aufgestockten Dividende und einer zusätzlichen Sonderdividende von insgesamt mehr als 6 Euro pro Aktie, sieht Strombeck mit ihren Bemühungen offenbar auf dem richtigen Weg. Die Münchener konnten für das abgelaufene Jahr dank eines erfolgreichen Digitalgeschäftes gerade ebenfalls einen Umsatzzuwachs um rund 6 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro vermelde n. Angaben zum Gewinn machte Burda allerdings nicht.

Das laufende Jahr dürfte für Burda-Chef Martin Weiss, der New Work zudem als Aufsichtsratschef vorsitzt, indes einiges an Herausforderungen bergen. So hat Burda aktuell bei einem Investment in Südostasien mit massiven Problemen zu kämpfen. Bei Zilingo, einem Marktplatz, bei dem die Münchener über ihren Wagniskapitalgeber Burda Principal Investments mit einem zweistelligen Millionenbetrag investiert sind, sind offenbar massive Bilanzunregelmäßigkeiten aufgetaucht. Eine Entwicklung, die für das laufende Jahr eine Abschreibung in Millionenhöhe nötig machen könnte.

mihec
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