Willy Bogner kämpft gegen den Niedergang Sein letzter Stunt

Der Skifahrer und Filmemacher Willy Bogner war stets die beste Werbefigur für seine Modefirma. Nun kämpft er, um nicht zur Symbolfigur ihres Niedergangs zu werden.  
Teufelskerl: Szene aus dem Bogner-Film "White Magic", 1994.

Teufelskerl: Szene aus dem Bogner-Film "White Magic", 1994.

Foto: ddp images

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Es braucht jetzt eine große Geste. Eine, die zeigt, dass Willy Bogner ein Kämpfer ist, auch mit 76 Jahren.

Sein Lachen ist noch das alte: Bogner beherrscht das Kunststück, die Oberlippe so hochzuziehen, dass nahezu die gesamte obere Zahnreihe freigelegt wird. Es ist kein Fletschen, dazu ist es nicht aggressiv genug, sondern das Strahlen eines erfolgsverwöhnten Skirennfahrers, Filmemachers, Stuntman, Modeunternehmers. Zugleich dient es dazu, die Wunden wegzulächeln, die ihm das Leben schlug. Bogner versteht etwas von Inszenierung.

Es ist Ende Januar 2018, die Firma Bogner präsentiert sich auf der Internationalen Sportmesse in München. Über die Leinwand flimmert "Feuer und Eis", Bogners bekanntester Film von 1986: Fesche, junge Menschen brettern auf Skiern Hänge hinunter, ständig brennt oder explodiert etwas.

Als bedürfe es eines Kontrasts dazu, steht unter der Leinwand zunächst etwas scheu Willy Bogner. Er hat sich in den vergangenen Monaten selten in die Öffentlichkeit begeben und tastet sich wieder ins Leben vor, ein gutes halbes Jahr nach dem Tod seiner Frau Sônia.

Bogner trägt Slipper mit dem Bogner-"B", Rollkragenpullover, darüber ein Jackett mit Flicken an den Ellbogen. Er posiert für die Fotografen, mal mit Siegerdaumen, mal mit einer Brille, die ihn in eine virtuelle Wirklichkeit versetzt. Münchner Prominenz ist da, Überbleibsel aus der Zeit, als die Marke "Bogner" noch leuchtete. Der frühere Skirennläufer Markus Wasmeier. Filmkomponist Harold Faltermeyer, einst eine große Nummer in Hollywood. Ex-"Bunte"-Chefin Patricia Riekel. Figuren wie aus einem Helmut-Dietl-Film. Bogner tätschelt Schultern, schüttelt Hände.

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