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Wieder da

Ein Schweizer soll ABB Deutschland führen
aus manager magazin 1/2003

Die Karriere des Bernhard Jucker (48) beim Anlagenbauer ABB schien Ende Oktober einen Knick zu bekommen. Gerade sechs Monate im Amt, musste der Schweizer seinen Vorstandssitz in der Züricher Zentrale räumen; er war für Automationsprodukte zuständig gewesen.

Hintergrund: Der neue ABB-Chef Jürgen Dormann (62) reduziert die Geschäftsbereiche des maroden Konzerns von vier auf zwei. Den Chefposten der vereinigten Sparten Industriekunden und Automationspro-

dukte bekam der Inder Dinesh Paliwal (45); Jucker ging leer aus.

Nur sechs Wochen später betraute Dormann ihn mit der Leitung der Mannheimer ABB Deutschland, die künftig - nach der zentralistischen Ära des geschassten Dormann-Vorgängers Jörgen Centerman - wieder mehr Eigenständigkeit genießen soll. Jucker gehört künftig auch der Division-Leitung Automationstechnik in Zürich an.

Der bisherige Deutschland-Chef Bengt Pihl (46), gerade mal ein Jahr im Amt, galt als enger Gefährte Centermans. Der gelernte Controller hatte nie Gespür für den deutschen Markt entwickelt. Dormann bot dem Schweden einen Topjob als Controller in den USA an. Doch Pihl lehnte ab - und verlässt ABB.

Dormann will den Konzern schlanker schneiden. Deshalb wird der Mannheimer Vorstand von sechs auf vier Mitglieder verkleinert. Neben Pihl gehen Ulf Lilja (49, Finanzen), Andreas Schrödinger (41, Personal) und Volker Kaiser (59, Fertigungsindustrie). Werner Schmelcher (59), schon im Vorruhestand, wird als Finanzchef reaktiviert. Jörg Schmitt

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