Finanzstaatssekretär Werner Gatzer wird Aufsichtsratschef bei der Deutschen Bahn

Finanzstaatssekretär Werner Gatzer ist der neue Chefkontrolleur bei der Deutschen Bahn. Er folgt auf Ex-Aufsichtsratschef Michael Odenwald, der im Juli nach Krach mit dem Verkehrsminister zurückgetreten war.
Neuer Chefkontrolleur: Werner Gatzer ist seit 2005 Staatssekretär im Finanzministerium und gehört seit 2020 dem Aufsichtsrat an

Neuer Chefkontrolleur: Werner Gatzer ist seit 2005 Staatssekretär im Finanzministerium und gehört seit 2020 dem Aufsichtsrat an

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Finanzstaatssekretär Werner Gatzer (63) wird neuer Chefkontrolleur bei der Deutschen Bahn. Der Konzernaufsichtsrat habe den 63-jährigen Juristen am Mittwoch zum neuen Vorsitzenden gewählt, teilte die Bahn am Nachmittag mit. Seine Amtszeit laufe bis März 2025. Gatzer folgt auf Michael Odenwald (64), der Ende Juli von dem Amt zurückgetreten war.

Odenwald hatte das Gremium seit April 2018 geleitet und war noch bis März 2025 bestellt. Der Jurist und ehemaliger Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium legte sein Amt nieder, nachdem es offenbar Streit mit Bundesverkehrsminister Volker Wissing (52, FDP) gegeben hatte.

Nachfolger Gatzer ist nach Angaben der Bahn seit 2005 Staatssekretär im Finanzministerium und gehört seit 2020 dem Kontrollgremium des Unternehmens an. Laut Finanzministerium bleibt Gatzer trotz des neuen Amts weiter Staatssekretär.

Der Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Klaus-Dieter Hommel (65), hatte seit Odenwalds Weggang als stellvertretender Vorsitzender den Aufsichtsrat geleitet. Am Mittwoch wurde Hommel aus dem Gremium verabschiedet.

"Ich freue mich, dass der Aufsichtsrat meinem Vorschlag gefolgt ist und Werner Gatzer einstimmig zum Vorsitzenden des Kontrollgremiums gewählt hat", teilte Verkehrsminister Wissing am Mittwoch mit. "Herr Gatzer wird die Interessen des Unternehmens und damit auch die des Bundes als Eigentümer mit vollem Engagement und zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger vertreten."

Deutsche Bahn-Chef Richard Lutz (58) betonte, für die künftigen Herausforderungen brauche es "einen engen Schulterschluss zwischen Eigentümer, Arbeitnehmervertretern und Unternehmen". "Für diesen gemeinsamen Weg steht Werner Gatzer."

dri/dpa-afxp
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