Lockdown Tesla stoppt Produktion in Shanghai wegen Corona-Auflagen

Auf VW und Toyota folgt ein weiterer Autobauer, der die Produktion in China wegen explodierender Corona-Infektionszahlen aussetzt: US-Elektroautobauer Tesla legt für zwei Tage sein Werk in Shanghai lahm.
Tesla-Gigafactory in Shaghai: Der US-Elektroautobauer setzt die Produktion in dem Werk wegen verschärfter Corona-Restriktionen für zwei Tage aus.

Tesla-Gigafactory in Shaghai: Der US-Elektroautobauer setzt die Produktion in dem Werk wegen verschärfter Corona-Restriktionen für zwei Tage aus.

Foto: IMAGO/Ding Ting / IMAGO/Xinhua

Der erneute Anstieg der Corona-Infektionen in China legt nicht nur Fabriken im Hightech-Zentrum Shenzhen lahm. Der US-Elektroautobauer Tesla hat im Zuge verschärfter Corona-Restriktionen in China die Produktion in seinem Werk in Shanghai einer internen Mitteilung zufolge für zwei Tage eingestellt. Das gelte für Mittwoch und Donnerstag, wie aus der Reuters am Mittwoch vorliegenden Information an Beschäftigte und Lieferanten hervorging. Eine Begründung wurde nicht angeführt.

In Shanghai und vielen anderen Städten in China wird die Bewegungsfreiheit der Menschen derzeit stark eingeschränkt, da die Covid-Infektionszahlen auf den höchsten Stand seit Ausbruch der Pandemie vor zwei Jahren stiegen. In Shanghai muss die Bevölkerung zwei bis 14 Tage zu Hause bleiben, um sie auf Corona zu testen und Kontakte nachzuverfolgen. Etliche Fabriken im Land wurden geschlossen.

In einer weiteren Mitteilung an Lieferanten forderte Tesla diese auf, Vorkehrungen zu treffen für ein so genanntes "closed-loop-management". Nach dem Konzept, das dem Apple-Zulieferer Foxconn die Aufnahme der Produktion in Shenzhen ermöglichte, dürfen die Arbeitskräfte den Betrieb nicht verlassen und müssen dort schlafen und essen. Tesla äußerte sich dazu nicht.

In Teslas "Gigafactory 3" werden rund um die Uhr das Model 3 und das SUV Model Y hergestellt. Nach Daten des chinesischen Automobilverbandes rollen täglich rund 2000 Fahrzeuge vom Band. Von den 56.515 im Februar produzierten Wagen gingen fast 60 Prozent in den Export, zum Beispiel nach Japan und Deutschland.

Auch der Autobauer Volkswagen hat seine Produktion wegen des Corona-Lockdowns in drei Werken in der nordostchinesischen Metropole Changchu unterbrochen. Am Mittwoch kündigte der Konzern an, den Produktionsstopp um einen weiteren Tag auf vier Tage zu verlängern. Die Lage in deutschen Werke scheint sich indes mit einer jetzt wieder besseren Teileversorgung etwas zu entspannen. So will VW die Produktion im Stammwerk Wolfsburg am kommenden Montag im Einschichtbetrieb wieder aufnehmen.

dri/dpa/rtr