Sonntag, 21. Juli 2019

Vorstandsgehälter Die Leistungsbilanz der Dax-Chefs

Vorstandsgehälter: Welche Dax-Chefs ihr Geld wert sind
Fotos: DPA

Welcher Vorstandschef eines Dax-30-Konzerns bringt Aktionären den größten Gegenwert für sein Gehalt? Das Pay-Performance-Ranking des manager magazins zeigt: Manager aus den Bereichen Pharma und Chemie setzen Maßstäbe, während Lenker von Finanzkonzernen zu den Absteigern gehören.

Hamburg - Das Jahr 2010 war nicht erfreulich für Josef Ackermann. Der Chef der Deutschen Bank gab sich zwar mit rund 700.000 Euro weniger Gehalt zufrieden als 2009, die Aktionäre der Deutschen Bank konnten mit seiner Leistung dennoch nicht zufrieden sein. Der Kursrutsch der Deutsche-Bank-Aktie Börsen-Chart zeigen im Jahr 2010 war so deutlich, dass auch die gezahlte Dividende das Jahr für sie nicht mehr retten konnte.

Am Ende des Jahres stand ein negativer Ertrag der Aktionäre, ein "Total Shareholder Return" (nach Eigenkapitalkosten) von minus 6,3 Prozent. Da auch die Eigenkapitalrendite der Deutschen Bank in den Keller rauschte, stand Ackermanns immer noch üppigem Gehalt (rund 8,8 Millionen Euro) nur ein mauer Gegenwert gegenüber.

Damit zählt Josef Ackermann zu den Absteigern im Pay-Performance-Ranking - doch er ist nicht allein.

In Dax-Konzernen wie der HeidelbergCement, der Deutschen Telekom und der Deutschen Börse klafften Leistung und Bezahlung ebenfalls weit auseinander. Dies zeigt die umfangreiche Untersuchung, die manager magazin zusammen mit Professor Joachim Schwalbach von der Berliner Humboldt-Universität und renommierten Vergütungsexperten durchgeführt hat.

Wer sein Geld wert ist - und wer nicht

Die Studie, die manager magazin nun bereits zum zehnten Mal durchgeführt hat, verknüpft Leistung und Bezahlung in einzigartiger Weise und zeigt, welche Konzernchefs ihr Geld wert sind und welche nicht.

Gemessen am Ertrag der Aktionäre (Total Shareholder Return korrigiert um die Kosten des Eigenkapitals) und der erwirtschafteten Eigenkapitalrendite (ebenfalls korrigiert um die Kosten des Eigenkapitals), waren zum Beispiel Ackermann und Reto Francioni für das Jahr 2010 schlicht und ergreifend überbezahlt (zur Methode siehe auch Kasten links).

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bot 2010 Fresenius-Chef Ulf Schneider (45). Für das fünftniedrigste Gehalt in Deutschlands Konzernelite lieferte er zweistellige Eigenkapital- und Börsenrenditen: Damit ist er Maßstab für die Konkurrenz.

Übersicht: Welche Dax-Chefs ihr Geld wert sind

Auf einen Blick: Die Leistungsbilanz der 30 Dax-Chefs

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