McKinsey-Weltchef Warnung vor überzogenen Managergehältern

Ob Manager die Gehälter bekommen, die sie verdienen, ist laut Ian Davis derzeit eine besonders brenzlige Frage. Im Interview mit manager magazin warnt der McKinsey-Weltchef vor Summen, die von der Gesellschaft als überzogen angesehen werden.

Hamburg - Der Weltchef der führenden Unternehmensberatung McKinsey, Ian Davis, warnt vor zu hohen Managergehältern. Unternehmen müssten sich bei der Entlohnung ihrer Führungskräfte den Gerechtigkeitsvorstellungen der jeweiligen Gesellschaft anpassen, sagte der Brite im Interview mit manager magazin.

"Wenn man Dinge tut, die die Gesellschaft nicht akzeptiert, provoziert man Gegenreaktionen." Entsprechend dürften Manager in Deutschland keine Gehälter kassieren, "die als überzogen empfunden werden", sagte Davis. Das vollständige Gespräch mit dem McKinsey-Vormann erscheint in der aktuellen Ausgabe des manager magazins, Heft 7/2006.

Davis sieht die Unternehmen weltweit in der Defensive. Eine antikapitalistische Stimmung habe sich gerade in Europa und in Lateinamerika ausgebreitet. "Die Wirtschaft ist stark unter Druck geraten. Und sie ist dabei, die öffentliche Debatte zu verlieren. Die Nichtregierungsorganisationen, die NGOs, und die Medien sind vielerorts extrem wirtschaftskritisch." Die Unternehmen müssten sich deshalb stärker auf ihre gesellschaftliche Verantwortung besinnen und sich stärker in die politische Debatte einmischen.

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