Gehälter DaimlerChrysler stoppt Aktienoptionen

Die Gehaltsdiskussion trägt Früchte: Der Autobauer DaimlerChrysler will die variablen Bezüge seiner Führungskräfte von 2005 an nach der erzielten Leistung bemessen. Die bisherigen Aktienoptionen werden abgeschafft.

Berlin/Stuttgart - Auf der Hauptversammlung am kommenden Mittwoch in Berlin will DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp das neue Modell vorgestellen. Die variable Vergütung richtet sich künftig nach dem Wettbewerbsvergleich, der Wertschaffung im Unternehmen und dem Aktienkurs.

Einem Bericht der "Welt am Sonntag" zufolge wird der Erfolg zur einen Hälfte an der erzielten Nettokapitalrendite gemessen, zur anderen an der Umsatzrendite. Dabei müssten die Kennziffern für drei Jahre im Durchschnitt mindestens auf Platz drei innerhalb einer vergleichbaren Gruppe von Autoherstellern liegen, sonst bleibe es beim Festgehalt. Die Bezüge der Führungskräfte waren bei den letzten Aktionärstreffen stets angegriffen worden.

Lars Labryga von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) sieht aber auch das neue Modell kritisch: Dass DaimlerChrysler  gerade jetzt die variable Entlohnung der Führungskräfte ändere, habe vor allem auch den Grund, dass die Höhe dieser Zuwendungen von 2005 an bilanziert werden müsse. Ein Erfolg im Sinne der Aktionäre sei die Änderung nur, wenn die letzte Tranche des 2000 aufgelegten alten Optionsmodells auch tatsächlich nicht mehr ausgezahlt würde, sagte Labryga der Zeitung.

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