Top-Verdiener Nur einer kassierte mehr als Rolf-E. Breuer

Mit 13,5 Millionen Euro pro Jahr beziffert das Magazin "Forbes Global" die Summe, die Rolf-E. Breuer als Ex-Vorstandschef der Deutschen Bank einstreichen konnte. In der Liste der Bestverdiener findet sich noch ein Deutscher unter den Top Ten: Ron Sommer.

Washington / Frankfurt - Der ehemalige Chef der Deutschen Bank , Rolf-E. Breuer, gehörte nach Schätzungen des US-Magazins "Forbes Global" in der internationalen Welt zu den absoluten Spitzenverdienern.

Breuer lag unter den 50 Bossen der weltgrößten nichtamerikanischen Unternehmen im vergangenen Jahr mit einer Vergütung von 12,2 Millionen Dollar (damals 13,5 Millionen Euro) auf dem zweiten Platz.

Auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank vor wenigen Wochen, während derer Breuer seinen Vorstandschefposten an Josef Ackermann übergab, hatte Breuer überraschend konrekt auf die Frage geantwortet, wie viel er verdiene.

Breuer hatte damals sein Gehalt ins Verhältnis zu dem bestbezahlten Manager der Schweizer Großbank UBS  , Marcel Ospel, gesetzt, um die Höhe seiner Bezüge zu rechtfertigen. "Wir liegen exakt im europäischen Maßstab", sagte Breuer damals. In der Forbes-Auflistung taucht Ospel allerdings erst weit hinter Breuer auf. Ospel verdiente nach Angaben von Forbes 7,4 Millionen Dollar.

Wörtlich hatte Breuer auf der Hauptversammlung Ende Mai gesagt: "Ab diesem Jahr wird der Vorstand sein Einkommen offen legen. Für das vergangene Jahr kann ich Ihnen mein Einkommen rückwirkend nennen." Breuer verdiente demnach im Jahr 2001 "nur" acht Millionen Euro. Ein Drittel der Vergütung sei fix, ein Drittel erfolgsabhängig und der Rest Aktienoptionen, die 2005 und 2008 eingelöst werden könnten.

Nur Hutchison zahlte mehr

Einer allerdings kassiert als Vorstandschef außerhalb der USA noch 800 000 Dollar Jahresgehalt mehr als Breuer: Canning Fok vom Mischkonzern Hutchison Whampoa (Hongkong). Das berichtet "Forbes Global" vorab aus seiner jüngsten Ausgabe, die am 2. September erscheint.

Sämtliche Gehälter sind nach Angaben der Zeitschrift Schätzungen. Nur 22 Unternehmen hätten präzise Angaben geliefert, darunter vor allem britische und skandinavische Firmen. Weitere deutsche Manager in der Aufstellung sind:

  • Ron Sommer von der Deutschen Telekom -
    3,8 Millionen Dollar (Platz 8) 
  • DaimlerChryslers Chef Jürgen Schrempp -
    drei Millionen Dollar (11) 
  • Siemens-Vorstandschef Heinrich von Pierer -
    2,8 Millionen Dollar (Platz 14) 
  • Henning Schulte-Noelle, Vorstandschef der Allianz -
    2,3 Millionen Dollar (19) .
Die Zeitschrift bewertet die Transparenz der deutschen Unternehmen auf einer Skala von A bis F durchweg mit C. Die schlechtesten Noten erhielten asiatische Firmen wie Honda und Samsung, die die Bezahlung ihrer Firmenchefs derart als Geheimnis hüten, dass die Zeitschrift auch keine Schätzungen wagte.

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