Teilemangel bremst Produktion in Brasilien Volkswagen kürzt Arbeitsstunden und Löhne

In seinem Werk in der Nähe von São Paulo beschäftigt VW rund 8200 Mitarbeiter. Da fehlende Teile die Produktion ausbremsen, kürzt Volkswagen die Stundenzahl um 24 und die Löhne um 12 Prozent.
VW-Produktion in São Bernardo do Campo: Bänder stehen zeitweise still

VW-Produktion in São Bernardo do Campo: Bänder stehen zeitweise still

Foto: NACHO DOCE/ REUTERS

Volkswagen reduziert wegen Lieferengpässen in seinem Werk in Brasilien die Arbeitsstunden und Löhne. Die Gewerkschaft habe dem Vorschlag des deutschen Automobilherstellers zugestimmt, die Arbeitszeit ab Juli um 24 Prozent und die Löhne um 12 Prozent zu kürzen, um Schließungen zu verhindern, sagte Gewerkschaftsvertreter Wellington Damasceno am Mittwoch. Die Vereinbarung trete ab dem 7. Juli unbefristet in Kraft, wenn die Beschäftigten von einer 10-tägigen Betriebsschließung zurückkehren sollen. In Brasilien produziert Volkswagen unter anderem den VW Golf, den Audi A3 und den Audi Q3.

Die Maßnahme werde monatlich überprüft und das Ende hänge von der Normalisierung der Versorgung mit Autoteilen ab. In einer Erklärung an die Nachrichtenagentur Reuters bestätigte die brasilianische Niederlassung von Volkswagen, dass sie "neue Maßnahmen ergreifen wird, um die Belegschaft in der Niederlassung in São Bernardo do Campo während des Monats Juli aufgrund des Mangels an Bauteilen zu flexiblerem Arbeiten zu bewegen".

Volkswagen beschäftigt in dem Werk in der Nähe der brasilianischen Hauptstadt São Paulo rund 8200 Mitarbeiter, von denen 4500 am Band stehen. Das Unternehmen kämpft aufgrund von weltweiten Lieferkettenproblemen mit einem Mangel an Autoteilen und elektronischen Komponenten für die Montage seiner Fahrzeuge.

la/dpa