US-Ölriese folgt BP und Shell Exxon kündigt Rückzug aus Russland an

Der US-Ölriese Exxon zieht sich aus dem Öl- und Gasfördergeschäft in Russland zurück und folgt damit dem Beispiel von BP und Shell. Das Gemeinschaftsprojekt mit dem Rosneft-Konzern kündigt Exxon auf.
Rückzug aus Russland: Der US-Ölriese ExxonMobil steigt aus seinem russischen Öl- und Gasförderprojekt aus, das der Konzern gemeinsam mit dem russischen Rosneft-Konzern sowie indischen und japanischen Partnerfirmen betreibt.

Rückzug aus Russland: Der US-Ölriese ExxonMobil steigt aus seinem russischen Öl- und Gasförderprojekt aus, das der Konzern gemeinsam mit dem russischen Rosneft-Konzern sowie indischen und japanischen Partnerfirmen betreibt.

Foto: ADRIAN DENNIS / AFP

Nach Shell und BP zieht sich jetzt auch ExxonMobil aus Russland zurück. Der US-Konzern will sein Öl- und Gasfördergeschäft in Russland wegen der russischen Invasion in die Ukraine aufgeben. "Wir verurteilen Russlands militärische Aktionen", erklärte der größte US-Ölmulti in einer Mitteilung vom Dienstagabend (Ortszeit). Das Unternehmen unterstütze die Menschen in der Ukraine und spreche sich für eine starke internationale Reaktion gegenüber Russland aus.

Der Ausstieg aus dem gemeinsam mit dem russischen Rosneft-Konzern sowie indischen und japanischen Partnerfirmen betriebenen Öl- und Gasförderprojekt Sakhalin-1 in Russland werde sorgsam und in enger Abstimmung mit den anderen Unternehmen durchgeführt, kündigte Exxon an. Auch Investitionen in neue Projekte in Russland lehne der US-Konzern angesichts der aktuellen Situation bis auf Weiteres ab.

Die Konkurrenten BP und Shell hatten in den vergangenen Tagen ebenfalls die Aufgabe von Ölgeschäften dort angekündigt hatten. Für die Unternehmen dürfte der Ausstieg sehr teuer werden. Exxon machte zu den Kosten zunächst keine Angaben, es dürfte um Milliarden gehen. Der US-Konzern ist seit Jahrzehnten in Russland und hält 30-Prozent am Sakhalin-1-Projekt.

dri/dpa
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