Spektakulärer Besitzerwechsel US-Milliardär Dan Friedkin neuer Eigner von AS Rom

Ein bemerkenswerter Deal im europäischen Fußball ist in trockenen Tüchern: Der italienische Club AS Rom wechselt für rund 600 Millionen Euro in den Besitz von US-Milliardär Dan Friedkin.
Fans von AS Rom

Fans von AS Rom

Foto: VINCENZO PINTO/ AFP

Der spektakuläre Besitzerwechsel beim italienischen Fußballerstligisten AS Rom ist perfekt: Die Friedkin Group des US-Unternehmers Dan Friedkin (54) gab bekannt, der vor zwei Wochen unterzeichnete Deal sei endgültig in trockenen Tüchern. Damit ist Friedkin neuer Besitzer von AS Rom. Er hatte sich mit dem bisherigen Haupteigner James Pallotta (62) auf eine Übernahme geeinigt. Die Transaktion hat ein Gesamtvolumen von rund 600 Millionen Euro.

"Wir sind überglücklich, alle notwendigen Schritte unternommen zu haben, um Teil dieses Clubs und der Stadt Rom zu werden", wurde Friedkin zitiert. Er ist in den USA als Autoimporteur bekannt. Laut "Forbes " sitzt er auf einem Vermögen von 4,1 Milliarden Dollar. Die Führung der Roma soll jedoch sein Sohn Ryan übernehmen. Kontrolliert werden soll der Club von einer neu gegründeten Gesellschaft mit Sitz in London.

Große Träume, keine Titel

Der an der Mailänder Börse notierte Club war seit 2011 im Besitz des US-Unternehmers Pallotta, der auch Klubpräsident und seit 2014 alleiniger Eigentümer ist. Seitdem versuchte Pallotta, die Roma zu einem der größten Clubs Europas zu machen. Doch nicht einmal zu einer italienischen Meisterschaft reichte es. Neunmal gewann Juventus seither den Titel. Die abgelaufene Saison beendete AS Rom auf Rang fünf.

Zudem legte sich Pallotta regelmäßig mit den Fans der Roma an. So verweigerte er der damals knapp 40 Jahre alten Klublegende Francesco Totti 2016 eine Vertragsverlängerung, ehe er nach Protesten doch einlenkte. Mit den organisierten Fangruppen soll er sich überworfen haben, weil er die Fankurve familienfreundlicher machen wollte.

Auch einen Stadionneubau forcierte er und machte seinen Verbleib sogar davon abhängig. Die Eröffnung wird er als Roma-Präsident jedoch nicht mehr erleben. Wegen Korruptionsvorwürfen und Bauvorschriften zögerte sich der Baustart immer weiter hinaus.

Seit Ende 2019 Gespräche über Übernahme

Nun dürfen die Friedkins ihr Glück versuchen. In einer ersten Phase soll Pallotta 200 Millionen Euro erhalten. Danach soll eine Kapitalerhöhung in der Größenordnung von 90 Millionen Euro beschlossen werden. "Dan und Ryan Friedkin haben Entschlossenheit bewiesen, eine Einigung zu erreichen und den Club zu übernehmen. Sie werden großartige Roma-Eigentümer sein", wurde Pallotta in einer Pressemitteilung zitiert. Bereits seit Ende 2019 war bekannt, dass beide Parteien Gespräche über eine Übernahme führen.

cr/Reuters/spon
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