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Touristikkonzern im Überlebenskampf Der Höllentrip des Reiseriesen Tui

Der Corona-Stillstand hat dem Giganten brutal zugesetzt. Doch auch das Schönwettermanagement von Reiseleiter Fritz Joussen rächt sich jetzt. Hat der Konzern mit dem Lächel-Logo überhaupt noch eine Chance?
aus manager magazin 8/2020
Spaß über Bord: CEO Fritz Joussen sah den Konzern auf dem Weg zum Digitalchampion. Jetzt droht ein klassisch analoges Desaster.

Spaß über Bord: CEO Fritz Joussen sah den Konzern auf dem Weg zum Digitalchampion. Jetzt droht ein klassisch analoges Desaster.

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Niels Starnick / Bild am Sonntag

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Für Nervenkitzel ist bei Fritz Joussen (57) jeden Tag gesorgt, immer gegen 14 Uhr. Dann klappt der Tui-Chef den grauen Deckel seines Tablets hoch, öffnet eine schmucklose Tabelle mit den neuesten Buchungszahlen – und hofft das Beste. Eine Spalte interessiert den Manager am meisten: Veränderung zum Vorjahr. Zu Beginn der Corona-Krise standen da Werte zwischen 90 und 100 Prozent. Inzwischen darf wieder gereist werden, einige Kunden buchen doch noch ihren Sommerurlaub, das Minus schrumpft. Doch schrumpft es auch genug?

Joussen hofft, der Wert werde sich bei 50 Prozent einfinden, "dann wären wir immerhin weitestgehend bei Cash-Break-even". Soll heißen: Es würde so viel Bares reinkommen, wie akut rausfließt. Das wäre zwar nur eine Minirettung für die Tui. Aber eine wichtige Etappe auf dem Weg zum Überleben. Und ein Aufbäumen gegen die Übermacht der Skeptiker.

Die Finanzgemeinde gibt nur noch wenig auf den größten Reisekonzern der Welt (19 Milliarden Euro Umsatz, gut 70.000 Beschäftigte). Die Investmentbank Morgan Stanley rechnet mit einem weiteren Kurssturz. Zielmarke: 1,30 Euro – weniger als ein Drittel des ohnehin schon deprimierenden Wertes von Mitte August. Am Donnerstag brachte die Veröffentlichung eines Milliardenverlustes die Tui-Papiere erneut unter Druck.

Die Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's sehen die Bonität des Unternehmens nur noch auf Ramschniveau. Es scheint ernsthafte Zweifel zu geben, dass hier noch verlässlich zurückgezahlt wird. Oder vielmehr: zurückgezahlt werden kann.

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