Chiphersteller dürfen nicht mehr liefern Trump setzt zum "Todesstoß" auf Huawei an

Die USA verbieten Unternehmen, Chips mit US-Technologie an den chinesischen Netzwerkhersteller Huawei zu verkaufen. Damit wird der US-chinesische Konflikt deutlich verschärft - und ist auch an den US-Börsen zu spüren.
Netzwerkausrüster Huawei: Keine US-Technologie mehr für die chinesische Firma

Netzwerkausrüster Huawei: Keine US-Technologie mehr für die chinesische Firma

Foto: ALY SONG/ REUTERS

Die US-Regierung hat ihre Sanktionen gegen den chinesischen Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei verschärft. Durch die neuen Maßnahmen wird es Chipherstellern bei Strafandrohung untersagt, Chips mit US-Technologie an Huawei zu verkaufen. "Gerade dann, wenn man gedacht hat, dass sich die Lage zwischen den USA und China verbessert hat, zieht Washington wieder los", sagte Connor Campbell, Analyst beim Finanz-Wettanbieter Spreadex. In ihrer Erklärung teilen die Vereinigten Staaten mit , dass sie Huawei als "verlängerten Arm des chinesischen Überwachungsstaates" sehen. Zum eigenen Schutz will die Regierung, deshalb verhindern, dass sich Huawei mithilfe von US-Technologie wachsen kann.

Die Spannungen zwischen China und den USA könnten für einen "Kalten Krieg" im Technologiesektor sorgen. Anleger reagieren entsprechend nervös: An der Nasdaq verzeichneten die zuvor hoch gelaufenen Technologiewerte wie der Chiphersteller Nvidia zum Teil deutliche Verluste. Die Sanktionen der USA hatten zuvor auch die asiatischen Börsen gebremst. Der durch den Technologiesektor ausgelösten Kursrally an den Börsen droht damit ein Ende.

Paul Triolo, Tech-Chef der Eurasia Group, nannte die US-Beschränkungen sogar einen "tödlichen Schlag für Chinas wichtigste Technologiefirma." Die Trump-Administration hatte bereits gedroht, populäre chinesische Apps wie Tiktok oder WeChat in den USA zu verbieten. Trump machte klar, dass es neben Huawei bald auch Einschränkungen für Alibaba in den Vereinigten Staaten geben könnte.

ls
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