Fotostrecke

Top Consultants 2021: Die besten Berater für den Mittelstand

Foto: Pistolas Photo; Arthur D. Little; KNÖLL; M&L

Top Consultant 2021 Die besten Berater für den Mittelstand

Verlässliche Partner, wenn der Markt sich ändert: Gerade in turbulenten Zeiten brauchen mittelständische Unternehmen Berater, die ihre Situation verstehen und Veränderungen meistern. Der Wettbewerb "Top Consultant" ermittelt jährlich die qualifiziertesten Berater für den Mittelstand. manager magazin präsentiert exklusiv die Gewinner.

Lockdowns, Grenzschließungen, unterbrochene Lieferketten: Die Corona-Pandemie hat mittelständische Unternehmen vor besondere Herausforderungen gestellt. Viele der oft familiengeführten mittelständischen Betriebe mussten rasch auf die Veränderungen reagieren, neu planen und zugleich ihre Mitarbeiter möglichst an Bord halten. In einer solchen Situation brauchen Unternehmer erfahrene Berater, die wissen, wie mittelständische Firmen funktionieren und die rasch konkrete Lösungen anbieten können.

Der Beratervergleich "Top Consultant" hilft Mittelständlern, die passenden Berater zu finden. Ob es um Management, Strategie, um IT-Lösungen, Personal- oder Finanzierungsfragen geht: "Wichtig ist, dass Beratungsunternehmen die speziellen Bedürfnisse ihrer mittelständischen Kunden kennen und darauf eingehen", sagt Dietmar Fink, Professor für Unternehmensberatung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Fink ist Co-Leiter der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Management und Beratung (WGMB), die den Wettbewerb "Top Consultant" in diesem Jahr zum 12. Mal organisiert hat. Der Wettbewerb analysiert die Professionalität der teilnehmenden Beratungshäuser in elf Kategorien und fragt zugleich die Zufriedenheit der Kunden ab.

Der Wettbewerb Top Consultant ist in drei Größenklassen unterteilt, je nachdem, wie viele Mitarbeiter ein Beratungshaus beschäftigt: bis 10 Mitarbeiter, 11 bis 50 Mitarbeiter und mehr als 50 Mitarbeiter. Die drei Erstplatzierten pro Größenklasse finden Sie in der Bildergalerie. Pro Größenklasse wird zudem ein "Berater des Jahres" ausgezeichnet – das Unternehmen, das auf Platz eins in seiner Größenklasse steht.

Konsolidierung nach stürmischem Wachstum

Unter den Top Consultants des Jahres 2021 finden sich Beratungsunternehmen, die kleinen und mittleren Unternehmen bei den verschiedensten Fragen zur Seite stehen, die ein externer Schock wie die Corona-Pandemie 2020 aufgeworfen hat: Personalplanung, Ressourcen- und Lieferkettenmanagement gehören ebenso dazu wie Finanzierungsberatung und eine Anpassung der Strategie. Auch in der Beraterbranche selbst sorgte die Pandemie nach Jahren des stürmischen Wachstums für eine Konsolidierung: Die Umsätze der Top Consultants gingen im Corona-Jahr im Durchschnitt minimal zurück, zugleich erhöhte sich die Zahl der ratsuchenden Kunden. Die begleitende Studie zeigt auch Veränderungen beim Thema Diversity sowie bei den nachfragenden Branchen, wie die folgende Übersicht zeigt.

Top Consultants 2021

Mittelständische Unternehmen auf Augenhöhe zu beraten – das ist laut der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Management und Beratung (WGMB) entscheidend, um ein Top-Consultant werden zu können. Im Auftrag von compamedia hat die WGMB die Kandidaten in einer großangelegten Kundenbefragung unter die Lupe genommen: Referenzkunden der Teilnehmer gaben zum Beispiel Auskunft darüber, wie professionell die Unternehmensberater auftraten und wie zufrieden sie mit der Beratungsleistung sind (mehr zu den Prüfkriterien finden Sie unter www.top-consultant.de/pruefkriterien ).

Prof. Dietmar Fink und Bianka Knoblach leiten die WGMB und entscheiden im Rahmen einer unabhängigen wissenschaftlichen Auswertung darüber, wer das Siegel erhält. 130 der 150 Teilnehmer erreichten eine "sehr gute" oder "gute" Bewertung und dürfen das Siegel "Top Consultant 2021" tragen. Der jährliche Wettbewerb wurde bereits zum 12. Mal organisiert.

Unter den drei Siegern jeder Größenklasse kürte eine hochkarätige Jury zusätzlich die Erstplatzierten als "Berater des Jahres". Informationen zu den im Wettbewerb ausgezeichneten Firmen können unter www.beste-mittelstandsberater.de  eingesehen werden.

Leichter Rückgang der Umsätze

Die Top Berater erzielten 2020 im Schnitt Umsätze von 9,1 Millionen Euro. IT-Berater rangieren mit Abstand an der Spitze mit knapp 23 Millionen Euro, gefolgt von technischen Beratern mit 11 Millionen Euro und Personalberatern mit 9,3 Millionen Euro. Der Umsatz der Top Consultants ging 2020 um 2 Prozent zurück – allerdings von einem hohen Niveau. Die Zuwächse hatten 2018 rund 18 Prozent und 2019 rund 10 Prozent betragen. Nun sorgte Corona für eine Konsolidierung – und für neue Prioritäten bei den Kunden: Die in den Vorjahren extrem stark gefragten IT-Berater unter den Top Consultants verbuchten im Pandemiejahr 2020 einen Umsatzrückgang um 3 Prozent, während der Umsatz der Managementberater 2020 um 3 Prozent anzog. Bei den Personalberatern gingen die Umsätze 2002 überraschenderweise um knapp 20 Prozent zurück – offenbar haben viele Kunden bereits in den Vorjahren das Thema Personalplanung erledigt.

Maschinenbauer, Autozulieferer und Handel sorgen für größte Nachfrage

Für den größten Umsatzanteil sorgten mit 18 Prozent der Maschinen- und Anlagenbau, gefolgt von Fahrzeugbau und Zulieferindustrie (15 Prozent) sowie Handel und Konsumgüter (12 Prozent). Diese drei Branchen stehen für knapp die Hälfte der Umsätze der Top Consultants. Gesundheitsbranche, Telekom sowie die Finanzbranche sind ebenfalls wichtige Kundensegmente, bei denen eine starke Nachfrage nach Beratungsleistung zu verzeichnen war. Personalberater waren am stärksten in der Autozulieferindustrie sowie im Maschinenbau gefragt, während in der Energiebranche vor allem technische Berater gefragt waren: Sie erzielten knapp 20 Prozent der Umsätze im Energie-Segment.

Mitarbeiterzahl: Auch Berater stellten vorsichtiger ein

Die Top Consultants beschäftigten im Jahr 2020 im Schnitt 68 Mitarbeiter, wie aus der Studie hervorgeht. Die mit Abstand meisten Mitarbeiter beschäftigen IT-Berater, die im Schnitt 227 Mitarbeiter vorweisen. Dahinter folgen technische Berater mit 78 und Personalberater mit im Schnitt 51 Mitarbeitern. Die Unsicherheit der Corona-Pandemie hat auch das stürmische Wachstum der Beratungshäuser unterbrochen: Waren die Mitarbeiterzahlen der Top Consultants in den Jahren 2017, 2018 und 2019 jeweils noch zweistellig gewachsen, verzeichneten die Berater im Pandemiejahr 2020 nur noch ein Gesamtwachstum von 2 Prozent. Bei Personalberatern und Organisationsentwicklern gingen die Beschäftigtenzahlen leicht zurück, während das Wachstum in der IT-Beratung auf 4 Prozent und in der Management-Beratung auf 3 Prozent zurückfiel. Jeder zehnte Berater unter den teilnehmenden Top Consultants arbeitet als Freelancer.

Frauenanteil: Luft nach oben

Das Thema Diversity und Frauen in Führungspositionen ist auch bei den Top Consultants noch nicht so recht in der betrieblichen Wirklichkeit angekommen. Bei 8 von 10 der teilnehmenden Beratungshäuser liegt der Anteil der weiblichen Partner bzw. Geschäftsführer unter 20 Prozent. Nur bei 3 Prozent der befragten Unternehmen liegt der Anteil über 60 Prozent. Bei den freien und festangestellten Beraterinnen sieht der Anteil nur geringfügig besser aus: 4 von 10 Unternehmen weisen hier einen Frauenanteil von unter 20 Prozent auf. Die Beraterzunft ist immer noch überwiegend männlich geprägt: Den höchsten Frauenanteil verzeichnen unter den Top Consultants die Organisationsentwickler sowie die Personalberater.

Tagessätze kaum verändert

Die Tagessätze der Top Consultants sind im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2020 minimal zurückgegangen. Knapp 1500 Euro konnte ein Top Consultant 2020 im Schnitt pro Tag abrechnen, die Spanne der Tagessätze lag zwischen 654 und 2700 Euro. Am teuersten waren Managementberater mit Tagessätzen von im Schnitt 1577 Euro, gefolgt von Organisationsentwicklern (1505 Euro Tagessatz) und Personalberatern (1489 Euro). IT-Berater fielen mit knapp 1200 Tagessatz im Schnitt knapp hinter die technischen Berater (1270 Euro) zurück. Die Anzahl der Klientenunternehmen nahm im Schnitt um 3 Prozent auf 146 Klientenunternehmen pro Berater zu – auch hier zeigt sich der hohe Beratungsbedarf in wirtschaftlicher schwieriger Zeit.

Wulff: "Lotsen in schwieriger See"

Am 26. November 2021 wird Bundespräsident a.D. Christian Wulff als Mentor allen Top-Consultants im Rahmen des 7. Deutschen Mittelstands-Summit in Ludwigsburg zu ihrem Erfolg gratulieren. "Wir leben in bewegten Zeiten, ganz gleich, ob es um die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder ökologischen Verhältnisse geht", sagt Wulff. "Nicht wenige Unternehmen verzetteln sich im Dickicht alltäglicher Herausforderungen. Die Top-Consultants können in dieser Situation den Mittelständlern Orientierung geben – wie Lotsen, die die Schiffe an den Untiefen und Sandbänken vorbeinavigieren."

la/mmo
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.