Wegen Blockade von Schlachtbetrieb Tönnies fordert Schadensersatz von Tierschützern

Deutschlands größter Schlachter geht erneut auf Konfrontation. Tönnies fordert, dass Tierschützer für eine Blockadeaktion in Schleswig-Holstein bezahlen.
Blockade des Tönnies-Stammwerks in Rheda-Wiedenbrück am 4. Juli 2020

Blockade des Tönnies-Stammwerks in Rheda-Wiedenbrück am 4. Juli 2020

Foto: Guido Kirchner/ dpa

Nach einer Protestaktion von Klima- und Tierschützern am Tönnies-Schlachtbetrieb in Kellinghusen in Schleswig-Holstein fordert das Unternehmen 40.000 Euro Schadensersatz von der Gruppe. Etwa 30 Aktivisten hatten im Oktober 2019 rund elf Stunden lang mit einer Blockade den Schlachtbetrieb verhindert. Die Forderung bestätigte am Freitag ein Sprecher des Konzerns mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Deutschlands größter Schlachtkonzern Tönnies war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, weil am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück nach einer hohen Zahl von Corona-Infizierten unter den Mitarbeitern der Betrieb rund vier Wochen gestoppt werden musste. Mittlerweile wird wieder in zwei Schichten geschlachtet.

ak/dpa