Größter Chip-Auftragsfertiger der Welt TSMC erweitert Produktion mit Riesen-Investment

Taiwans Chip-Auftragsfertiger TSMC will binnen drei Jahren enorme 100 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner Produktion investieren. Damit erhöht der Konzern seine Ausgaben erneut und dürfte so seinen Vorsprung ausbauen.
Riesen-Investition für die Chipherstellung: Taiwans Halbleiterkonzern TSMC steckt 100 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner Werke

Riesen-Investition für die Chipherstellung: Taiwans Halbleiterkonzern TSMC steckt 100 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner Werke

Foto: Tyrone Siu / REUTERS

Angesichts der weltweit riesigen Nachfrage nach Computerchips will die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) ihre Investitionen nochmals kräftig aufstocken: In den kommenden drei Jahren sollen 100 Milliarden Dollar (85,2 Milliarden Euro) in den Ausbau der Produktion gesteckt werden, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Erst vor Kurzem hatte TSMC seine Investitionspläne nach oben geschraubt - auf 25 bis 28 Milliarden Dollar allein in diesem Jahr. In diesem Tempo soll es nun offenbar drei Jahre lang weitergehen.

TSMC ist der größte Chip-Auftragsfertiger der Welt und produziert einige der kleinsten und schnellsten Halbleiter weltweit. Größter Kunde ist die Autoindustrie - derzeit herrscht dort großer Mangel an Chips, unter anderem in Deutschland. Auch in der Produktion von Smartphones, Spielekonsolen, Tablets und Laptops macht sich der Mangel bereits bemerkbar.

In den vergangenen Jahren ist TSMC vom eher unbekannten Unternehmen zum globalen Chip-Giganten aufgestiegen - der Wettbewerb tut sich schwer, mit dem Tempo der Taiwaner mitzuhalten. US-Konkurrent Intel hatte erst vergangene Woche mitgeteilt, zwei neue Werke in Arizona für 20 Milliarden Dollar zu bauen, lässt aber zugleich auch Chips von TSMC in Taiwan fertigen.

Die Regierung von Taiwan hat versichert, sie wolle helfen, die einheimische Chipproduktion anzukurbeln. Die sich verschlimmernde Dürre im Land könnte dies aber verhindern - die Produktion von Computerchips verbraucht viel Wasser.

wed/AFP
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