Trotz Corona-Krise Texas Instruments überraschend optimistisch

Nach fallenden Umsätzen im zweiten Quartal blickt der Chipkonzern Texas Instruments optimistisch auf das laufende Jahresviertel. Das weckt Hoffnungen auch für Intel und andere Techkonzerne.
Texas Instrument überrascht die Märkte mit einem starken Ausblick

Texas Instrument überrascht die Märkte mit einem starken Ausblick

Foto: LM Otero/ AP

Der US-Chipkonzern Texas Instruments  (TI) hat Experten mit seinem Blick auf das angelaufene Jahresviertel erstaunt. Beim Umsatz sei mit 3,26 bis 3,54 Milliarden US-Dollar zu rechnen, teilte das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Analysten hatten für diesen Zeitraum nur 3,07 Milliarden Dollar erwartet. Im zweiten Quartal war der Umsatz noch um 12 Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 3,24 Milliarden Dollar gesunken. Offenbar bestellen TIs Kunden zunehmend mehr, um mögliche Lieferunterbrechungen angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie zu vermeiden.

Beim Gewinn je Aktie prognostiziert der Konzern im dritten Quartal 1,14 bis 1,34 Dollar, nach 1,48 Dollar im Vorquartal. Experten hatten bisher mit 0,98 Dollar gerechnet. Anleger zeigten sich erfreut. Der Aktienkurs von Texas Instruments  legte im nachbörslichen Handel in einer ersten Reaktion um 3 Prozent zu.

Am Vortag hatte der IT-Dino IBM mit seinen Geschäftszahlen positiv überrascht. Nach Einschätzung des "Wall Street Journal"  (WSJ) hat sich der US-Technologiesektor in der Coronavirus-Krise als widerstandsfähig erwiesen, da immer mehr Menschen von zu Hause aus arbeiten und Computerhardware, Software und Internetdienste nutzen. 

Texas Instruments ist der erste große US-Chiphersteller, der Quartalszahlen vorlegt. Intel berichtet noch im Laufe der Woche. Andere Technologie-Konzerne wie Amazon, Apple, die Google-Mutter Alphabet und Facebook öffnen dann in der kommenden Woche ihre Bücher. Texas Instruments produziert vor allem für die Industrie- und die Automobilbranche. Das Unternehmen liefert zudem Chips, die Alltagsgeräte wie Fernseher und Waschmaschinen, aber auch Medizinapparate steuern. Außerdem produziert der Konzern digitale Signalprozessoren, die bei der Verarbeitung von Audio- und Videosignalen benötigt werden.

rei/dpa-afx