Finanzpolster für Twitter-Streit Elon Musk verkauft Tesla-Aktien für 6,9 Milliarden Dollar

Tesla-Chef Elon Musk hat Aktien des Autoherstellers im Wert von 6,9 Milliarden Dollar verkauft. Das Geld benötigt der Unternehmer für den Fall, dass sein Übernahmestreit mit Twitter anders verläuft als von ihm geplant.
Aktien verkauft: Elon Musk beschafft sich Geld für den Streit mit Twitter

Aktien verkauft: Elon Musk beschafft sich Geld für den Streit mit Twitter

Foto: BRENDAN MCDERMID / REUTERS

Tesla-Chef Elon Musk hat Aktien des Elektroautobauers im Wert von 6,9 Milliarden Dollar veräußert. Zwischen dem 5. und dem 9. August stieß er etwa 7,92 Millionen Aktien ab, wie aus mehreren Unterlagen hervorgeht. Nach Berechnungen von Reuters besitzt er nun knapp 15 Prozent des Autoherstellers.

Die Mittel, die Musk mit dem Aktienverkauf erlöste, könnten zur Finanzierung einer möglichen Twitter-Übernahme verwendet werden, falls er den Rechtsstreit mit der Social-Media-Plattform verliere, erklärte er. "Für den (hoffentlich unwahrscheinlichen) Fall, dass Twitter den Abschluss dieses Deals erzwingt und einige Kapitalpartner nicht mitziehen, ist es wichtig, einen Notverkauf von Tesla-Aktien zu vermeiden", schrieb er in einem Tweet am späten Dienstagabend. Weitere Verkäufe seien nicht geplant.

Mit den jüngsten Verkäufen hat Musk in weniger als einem Jahr Tesla-Aktien im Gesamtwert von rund 32 Milliarden Dollar verkauft. Zuletzt hatte er im April Tesla-Papiere im Wert von 8,5 Milliarden Dollar abgestoßen und auch damals erklärt, es seien keine weiteren Verkäufe geplant. "Die Wall Street wird aus diesem Pokerzug lesen, dass die Chancen auf einen Twitter-Deal jetzt wahrscheinlicher sind", twitterte Dan Ives, Analyst bei Wedbush Securities.

Musk hatte Anfang Juli eine Vereinbarung aufgekündigt, Twitter für 44 Milliarden Dollar zu kaufen. Zur Begründung führte er an, Twitter habe ihn bei der Zahl der Scheinkonten auf der Social-Media-Plattform getäuscht. Daraufhin verklagte Twitter den Tesla-Chef, um ihn zum Abschluss der Transaktion zu zwingen. Musk reagierte mit einer Gegenklage. Die beiden Seiten gehen am 17. Oktober vor Gericht.

Unterdessen will Musk offensichtlich wieder Tesla-Aktien zurückkaufen, wenn die Übernahme von Twitter nicht durchgeht. Von Followern auf Twitter danach gefragt, ob er dann aufhören würde, Tesla-Aktien zu veräußern und wieder kaufen würde, antwortete er knapp mit "Ja".

cr/Reuters, dpa-afx
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