Cyberangriff Hacker erbeuten Daten von 37 Millionen T-Mobile-US-Kunden

Die Telekom-Tochter T-Mobile US ist erneut von Hackern angegriffen worden. Die Kriminellen haben sich Zugriff auf rund 37 Millionen Kundendaten verschafft. Wichtige Finanzinformationen sollen allerdings nicht darunter sein.
Datenleck: Kriminelle haben Daten von T-Mobile-Kunden (im Bild eine T-Mobile-Filiale in New York) erbeutet

Datenleck: Kriminelle haben Daten von T-Mobile-Kunden (im Bild eine T-Mobile-Filiale in New York) erbeutet

Foto: Amr Alfiky/ REUTERS

Die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, T-Mobile, ist Opfer eines mutmaßlichen Hackerangriffs geworden. Am 5. Januar sei ein unerlaubter Zugriff auf die Daten von möglicherweise 37 Millionen Kunden entdeckt worden, teilte das Unternehmen in der Nacht zu Freitag mit.

Die Ermittlungen liefen zwar noch, aber der Datenklau scheine inzwischen unterbunden. "Es gibt derzeit keine Beweise dafür, dass der bösartige Akteur in der Lage war, in unsere Systeme oder unser Netzwerk einzudringen oder sie zu kompromittieren." Dennoch schließ der Konzern nicht aus, dass durch den Vorfall, der am oder um den 25. November begonnen habe, hohe Kosten entstehen. Die Telekom-Aktie gab am Freitag zunächst nach.

Die Täter erbeuteten den Angaben zufolge Basisdaten wie Namen, Rechnungsadressen oder Telefonnummern. An hochsensible Finanzinformationen wie Passwörter, Kreditkarten- oder Sozialversicherungsnummern seien sie nicht gekommen. T-Mobile wurde nicht zum ersten Mal zum Ziel eines Hackerangriffs . Im Jahr 2021 wurden Daten von schätzungsweise 76,6 Millionen Kunden gestohlen. Das Unternehmen musste daraufhin 350 Millionen Dollar Strafe zahlen und weitere 150 Millionen Dollar in verbesserte Cybersicherheit investieren.

Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" eröffnete die US-Branchenaufsicht FCC ein Ermittlungsverfahren wegen des aktuellen Datenklaus. Das Unternehmen ist mit 110 Millionen Kunden die Nummer drei der US-Mobilfunkbranche.

mg/Reuters
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