Miete einen Promi Celebrity-Video-Plattform Cameo erreicht Milliardenbewertung

Einen Promi für ein personalisiertes Video „anmieten“ - auf dieses Geschäftsmodell setzt Cameo. Nun rückt die Online-Plattform in den Kreis der höchstbewerteten Start-ups vor.
Kann man für persönliche Geburtstagswünsche "mieten": Auch Oscar-Preisträgerin Mira Sorvino ist auf Cameo vertreten, spendet ihre Einnahmen über die Plattform aber vollständig

Kann man für persönliche Geburtstagswünsche "mieten": Auch Oscar-Preisträgerin Mira Sorvino ist auf Cameo vertreten, spendet ihre Einnahmen über die Plattform aber vollständig

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CARLO ALLEGRI/ REUTERS

Promis, Schauspieler oder Comedians für eigene Video- und Messagingzwecke einspannen – mit diesem ungewöhnlichen Geschäftsmodell startete die Online-Plattform Cameo vor vier Jahren. Der Dienst erlaubt es, mit Schauspielern wie Mira Sorvino oder Don Johnson, Musikern wie dem Rapper Snoop Dogg oder dem Star der Video-Serie "The Office", Brian Baumgartner, zu interagieren – mit personalisierten Videogrüßen, Geburtstagswünschen, Live-Gesprächen oder Textnachrichten.

"Verbindungsökonomie" nennt Cameo dieses Geschäft, und es wird zunehmend einträglicher. Zwischen einem Dollar und 2500 Dollar müssen Nutzer zahlen, je nach Bekanntheitsgrad der von ihnen gewünschten Celebrity und der Art ihres Dienstes. Über Cameo können zahlende Nutzer etwa einen persönlichen Aufmunterungsgruß eines Star-Kochs an den eigenen Freundeskreis erstellen lassen – oder ihren Lieblingsschauspieler in dessen oder deren Paraderolle eine Videonachricht einsprechen lassen.

In Zeiten der Corona-Pandemie steigt die Nachfrage nach solch ungewöhnlicher Unterhaltung, weshalb nun auch bekannte Tech-Investoren auf die Plattform aufmerksam wurden. Wie Cameo bekanntgab, hat die Plattform in ihrer jüngsten Kapitalrunde 100 Millionen Dollar erhalten. Das hebt die Bewertung von Cameo, hinter dem das Unternehmen Baron App Inc. steht, auf eine Bewertung von über einer Milliarde Dollar.

Cameo ist damit eines der neuen "Einhörner" unter den Jungunternehmen. Die Investorenliste enthält prominente Namen: Neben dem Wagniskapitalgeber E.Ventures haben sich auch Googles Investment-Einheit GV, Amazons Alexa-Fonds und der Vision Fund 2 des japanischen Tech-Investors SoftBank an Cameo beteiligt.

Cameo will das frische Geld dafür verwenden, das "Produkterlebnis" zu verbessern, in neue Märkte zu expandieren und – erraten – neue Produkte einzuführen.

wed
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