Musik-Streamingdienst Spotify expandiert in 85 neue Märkte

Spotify macht den nächsten Expansionsschritt. In Kürze will der Musik-Streaminganbieter in 85 neuen Märkten starten.
Spotify-Chef Daniel Ek: Spotify geht davon aus, dass Musikstreaming branchenweit Erlöse von 56 Milliarden Dollar zum Jahr 2023 einbringen wird

Spotify-Chef Daniel Ek: Spotify geht davon aus, dass Musikstreaming branchenweit Erlöse von 56 Milliarden Dollar zum Jahr 2023 einbringen wird

Foto: Justin Sullivan/ Getty Images

Der Musikstreaming-Marktführer Spotify baut seine globale Präsenz mit dem Start in 85 weiteren Ländern drastisch aus. "Zusammen repräsentieren diese Märkte mehr als eine Milliarde Menschen, von denen fast die Hälfte bereits das Internet nutzt", sagte Spotify-Manager Alex Norstrom. Die Firma aus Schweden war bisher in 93 Märkten aktiv. Mit 345 Millionen Nutzern, von denen 155 Millionen zahlende Abo-Kunden sind, ist Spotify die Nummer eins im Streaminggeschäft vor Apple Music.

Spotify geht davon aus, dass Musikstreaming branchenweit Erlöse von 56 Milliarden Dollar zum Jahr 2023 einbringen wird - und 2025 mehr Umsatz erwirtschaftet als die Industrie auf dem Höhepunkt zur Jahrtausendwende erzielte. Dabei werde neben den heute dominierenden Abo-Einnahmen auch Werbung zunehmend wichtiger sein, prognostizierte die Chefin des Anzeigengeschäfts, Dawn Ostroff. Zu den am Montag angekündigten Neuerungen gehört eine Plattform zum Ausspielen von Werbung in Podcasts. Spotify habe mehrere Podcast-Verträge unterzeichnet, darunter eine mehrjährige Partnerschaft mit Warner Bros und DC, erklärte das Unternehmen weiter.

In diesem Jahr will Spotify zudem im neuen Teildienst "Hifi" Musik in besserer Qualität anbieten. Die deutlich kleineren Konkurrenten Tidal und Deezer haben bereits solche Abos im Programm zu höheren Preisen.

Die Musikindustrie hat nach der Untergangsstimmung durch Software-Piraterie am Ende der CD-Ära neues Wachstum im Streaming gefunden. Zugleich verändert das Streaming-Modell das Geschäft: Es werden mehr einzelne Songs statt Alben gehört - und für Künstler wird es wichtiger, in Playlists aufzutauchen, da die Einnahmen von der Zahl der Abrufe abhängen.

rei/DPA/Reuters
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.