180-Grad-Wende Softbank erzielt höchsten Gewinn in Japans Geschichte

Es ist noch nicht lange her, da bereiteten Softbank einige schlechte Investitionen große Probleme. Doch daran erinnert sich Gründer Masayoshi Son vermutlich kaum noch - dank Corona-Krise laufen seine Geschäfte besser denn je.
Softbank-Logo in Tokio: der Tech-Investor profitiert stark vom Boom vieler Onlinefirmen in der Corona-Krise

Softbank-Logo in Tokio: der Tech-Investor profitiert stark vom Boom vieler Onlinefirmen in der Corona-Krise

Foto: PHILIP FONG / AFP

Der japanische Softbank-Konzern hat einen Rekordgewinn erzielt: Für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr verbuchte Softbank einen Nettogewinn von 4,99 Billionen Yen (umgerechnet rund 37,8 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Dies ist der höchste Wert, den ein japanisches Unternehmen jemals erzielte. Der Konzern profitierte dabei vor allem vom Boom bei den Technologiewerten.

Damit legt Softbank ein beeindruckendes Comeback hin: Im vorangegangenen Geschäftsjahr bis März 2020 hatte das Unternehmen noch umgerechnet mehr als acht Milliarden Euro Verlust gemacht, besonders die Investition in den US-Büroraumanbieter Wework entwickelte sich schlecht. Softbank war 1981 als Softwareanbieter gegründet worden. Gründer Masayoshi Son (63) investiert allerdings seit Jahren aggressiv und umfangreich in neue Technologien.

"Der Technologiesektor, auf den das Unternehmen seine Investitionsstrategie konzentriert, ist positiv von der beschleunigten Umsetzung digitaler Dienste als Reaktion auf die Pandemie beeinflusst worden", erklärte Softbank. Gleichwohl gebe es "keine Garantie" dass die gegenwärtigen positiven Auswirkungen angesichts von Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Krise andauern.

cr/AFP