Luka Mucic geht nach 27 Jahren SAP braucht einen neuen Finanzvorstand

Erneut Bewegung im Vorstand von SAP: Mit Luka Mucic verlässt ein Konzern-Urgestein den Software-Hersteller. Die Suche nach einem Nachfolger läuft.
Abschied angekündigt: Luka Mucic ist seit 2014 im Vorstand von SAP - jetzt verlässt er den Konzern

Abschied angekündigt: Luka Mucic ist seit 2014 im Vorstand von SAP - jetzt verlässt er den Konzern

Foto: Uwe Anspach / dpa

Der langjährige Finanzvorstand Luka Mucic (50) kehrt dem deutschen Softwareriesen SAP nach 27 Jahren vorzeitig den Rücken. Mucic werde das Unternehmen zum 31. März 2023 verlassen, kündigte der Walldorfer Dax-Konzern am Freitagabend an. Darauf habe sich der Aufsichtsrat einvernehmlich mit ihm verständigt.

Erst vor zwei Jahren hatte SAP den Vertrag des 1971 geborenen Managers um weitere fünf Jahre bis Ende März 2026 verlängert. Die Suche nach einem Nachfolger ist laut SAP bereits im Gange. Mit knappen Worten dankte der Aufsichtsrat Mucic für "sein Engagement, seinen Weitblick und die Führung, die er gegeben hat". SAP feiert im laufenden Jahr sein 50-jähriges Firmenjubiläum.

Der gebürtige Kroate Mucic ist ein SAP-Urgestein. Er gehört seit Juli 2014 dem Vorstand an und damit länger als jedes andere Mitglied. Seine berufliche Laufbahn bei SAP begann er bereits 1996 in der Rechtsabteilung.

Mit dem Abgang von Mucic dreht sich bei SAP erneut das Personalkarussel, das erst im vergangenen Jahr nach einem nahezu kompletten Umbau der Führungsriege zur Ruhe gekommen war. Firmenchef Christian Klein (41), der häufig Seite an Seite mit Mucic Termine absolviert, muss nun einen geeigneten Nachfolger finden. Klein selbst hat dem Konzern eine Neuausrichtung auf die Cloud verschrieben und kam damit zuletzt schneller voran als zunächst erwartet.

cr/Reuters