Fitnessfirma Gründer John Foley verlässt Peloton

Der Umbau der kriselnden Sportgeräte-Luxusmarke Peloton geht weiter. Der Mitgründer und langjährige Firmenlenker John Foley verlässt das Unternehmen nun ganz. Auch Rechtsvorstand Hisao Kushi tritt zurück.
Kann künftig wieder mehr draußen radeln: Peloton-Mitgründer John Foley

Kann künftig wieder mehr draußen radeln: Peloton-Mitgründer John Foley

Foto: BRENDAN MCDERMID / REUTERS

Der kriselnde Sportartikelspezialist Peloton baut seine Führungsriege weiter um – auch der Mitgründer und langjährige Firmenlenker John Foley (51) verlässt das Unternehmen. Foley war im Februar nach zehn Jahren als Vorstandschef zurückgetreten, blieb aber zunächst als geschäftsführender Verwaltungsratsvorsitzender bei Peloton. Am Montag legte er auch dieses Amt nieder, wie das Unternehmen nach US-Börsenschluss in New York mitteilte. Als Großaktionär dürfte Foley jedoch erheblichen Einfluss behalten.

Auch Rechtsvorstand Hisao Kushi (55), ein weiterer Mitgründer der 2012 gestarteten Firma, nimmt seinen Hut. Als Nachfolgerin ernannte Peloton Tammy Albarrán, die vom Fahrdienstvermittler Uber kommt. Den Verwaltungsrat soll künftig Karen Boone leiten, die bislang als unabhängige Direktorin im Spitzengremium ist.

Das 2012 gegründete Unternehmen Peloton zählte am Anfang der Pandemie zu den großen Gewinnern. Viele Kunden geschlossener Fitnessstudios holten sich die vergleichsweise teuren Trainingsräder und Laufbänder der Firma nach Hause. Doch der Boom flaute mit Lockerung der Corona-Beschränkungen ab, während Peloton offensichtlich die Nachfrage überschätzte.

Im Februar übernahm dann Vorstandschef Barry McCarthy die Führung des Konzerns. Der ehemalige Finanzchef der Streaming-Spezialisten Netflix und Spotify soll Peloton mit einem stärkeren Fokus auf Abo-Einnahmen statt Hardware-Verkäufen aus der Krise holen.

hr/dpa
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