Sebastian Kurz Österreichs Ex-Kanzler heuert bei Milliardär Peter Thiel an

Sie kennen sich schon lange und haben sich nie aus den Augen verloren: Österreichs Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz nimmt nach übereinstimmenden Berichten einen Manager-Job beim deutsch-amerikanischen Techinvestor Peter Thiel an.
Gute Kontakte in die USA: Schon kurz nach seinem Polit-Aus tritt der ehemalige österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz einen Job im Silicon Valley an

Gute Kontakte in die USA: Schon kurz nach seinem Polit-Aus tritt der ehemalige österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz einen Job im Silicon Valley an

Foto: ALEX HALADA / IMAGO

Der ehemalige österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat offensichtlich einen neuen Job gefunden. Der 35-Jährige wird mit Beginn kommenden Jahres als "Global Strategist" für den deutsch-amerikanischen Investor Peter Thiel (54) arbeiten, berichten die "Kronenzeitung"  und das Nachrichtenportal "Heute"  am Donnerstag unter Berufung auf Kurz selbst

Thiel hatte den Online-Bezahldienst Paypal gegründet und war der erste externe Investor von Facebook (heute Meta). Der gebürtige Frankfurter ist Republikaner und zählt zu den Unterstützern des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Thiels Investmentfonds hat seinen Sitz im kalifornischen Silicon Valley, wo zahlreiche große Hightech-, IT- und Internetfirmen angesiedelt sind.

Kurz war wegen Korruptionsvorwürfen im Herbst von seinem Amt als Österreichs Bundeskanzler zurückgetreten. Er bestreitet aber, mithilfe von Steuergeldern geschönte Umfragen in Auftrag gegeben zu haben. Im Dezember zog er sich aus allen politischen Ämtern zurück. Gerüchte, er werde womöglich bei der US-Datenanalysefirma Palantir anfangen, die Thiel im Jahr 2003 unter anderem mit Alex Karp gegründet hatte, dementierte Palantir.

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Laut "Heute" kennt Kurz den Milliardär mit deutschen Wurzeln seit vielen Jahren, man hätte sich nie aus den Augen verloren und auch immer wieder persönlich getroffen. Von der Münchner Sicherheitskonferenz 2017 – Kurz war damals Außenminister – existiert sogar ein gemeinsames Foto. Kurz schrieb dazu auf Twitter: "Großartig, Dich kennengelernt zu haben. Danke für die Möglichkeit." Der gute Kontakt zu Thiel dürfte Kurz dabei behilflich gewesen sein, schnell nach dem Ende seiner politischen Karriere einen Manager-Posten an der US-Westküste bekommen zu haben. Die Jahresgehalt soll deutlich über jenen 312.000 Euro liegen, die Kurz brutto als Kanzler kassierte, berichtet "Heute".

Kurz strebt angeblich Aufsichtsratsmandate in Europa an

Den Berichten zufolge werde Kurz zwischen den USA und Europa pendeln. Lebensmittelpunkt seiner Familie solle Wien bleiben. Kurz beabsichtige, in Europa das eine oder andere Aufsichtsratsmandat anzunehmen, berichtet "Heute" unter Berufung auf einen Insider.

rei
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