Gaming inklusive ab 2022 Netflix engagiert Branchenlegende für Videospielsparte

Der US-Streaming-Marktführer verliert immer mehr junge Kunden an die Videospielbranche. Kein Wunder, dass Netflix nun selbst mitspielen will. Mit der Verpflichtung des Computerspiel-Produzenten Mike Verdu bläst Netflix nun zum Kampf.
Bald als Videospiel? Die Netflix-Serie "Stranger Things" könnte sich gut dafür eignen

Bald als Videospiel? Die Netflix-Serie "Stranger Things" könnte sich gut dafür eignen

Foto: Jackson Davis/ AP

Die Pläne von Netflix zum Einstieg ins Geschäft mit Videospielen werden mit der Verpflichtung eines Branchenveteranen konkreter. Der Streamingkonzern konnte den Computerspiel-Produzenten Mike Verdu (56) für sich gewinnen. Verdu kommt von Facebook, wo er für die Zusammenarbeit mit Entwicklern von Spielen für die VR-Brille Oculus verantwortlich war. Zuvor arbeitete er beim Branchenriesen Electronic Arts. Bei Netflix wird er Vizepräsident für Spieleentwicklung, wie der Konzern in der Nacht zum Donnerstag unter anderem dem Finanzdienst Bloomberg und dem US-Sender CNBC bestätigte.

Netflix-Produktchef Greg Peters (50) hatte kürzlich im Gespräch mit manager magazin bestätigt , dass das Unternehmen bereits seit einiger Zeit im Videospielsegment tätig ist. "Wir wollen für unsere Nutzer neue Möglichkeiten schaffen, die Universen unserer Serien wie zum Beispiel "Stranger Things” zu erleben", erklärte Peters in unserem Interview . Im Netflix-Universum gibt es Produktionen wie "Stranger Things", die sich für die Umsetzung als Videospiele gut eignen.

Boomberg-Informationen zufolge will Netflix die Spiele über die Streamingplattform bereits im kommenden Jahr und ohne zusätzlichen Aufpreis verfügbar machen. Vermarktet werden sollen Titel von Drittherstellern.

Videogames saugen seit geraumer Zeit die Aufmerksamkeit der Netflix-Kunden ab. Netflix verliere mehr Abonnentinnen und Abonnenten an das Videospiel "Fortnite" als an HBO, bekannte Konzernchef Reed Hastings (60) schon vor zwei Jahren. Netflix muss sich daher etwas einfallen lassen, um im Kampf gegen die rasant aufholenden Konkurrenten Amazon, Apple und Disney bestehen zu können (lesen Sie hier  unseren Inside-Report über einen getriebenen Disrupter).

mg/dpa-afx
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