Biometrische Daten Texas verklagt Meta

Der US-Bundesstaat Texas klagt gegen die Facebook-Mutter Meta wegen des Umgangs mit biometrischen Daten. Dabei geht es um die frühere Funktion, bei der Nutzer automatisch in Fotos erkannt wurden.
Unter Druck: Meta-Boss Mark Zuckerberg

Unter Druck: Meta-Boss Mark Zuckerberg

Foto: JUSTIN SULLIVAN/ AFP

Texas wirft Meta in einer am Montag eingereichten Klage Verstöße gegen zwei Gesetze des Bundesstaates vor. Die in den vergangenen Wochen bereits stark unter Druck geratene Aktie des Meta-Konzerns lag am Montag im US-Handel zuletzt 1,1 Prozent im Minus.

Ein texanisches Gesetz zur Sammlung biometrischer Daten schreibt vor, dass dafür die ausdrückliche Zustimmung der Betroffenen eingeholt werden müsse. Das sei trotz des jahrelangen Einsatzes der Technologie zur Gesichtserkennung nicht geschehen, heißt es in der Klage des texanischen Generalstaatsanwaltes Ken Paxton. Meta wies die Vorwürfe als unbegründet zurück und will sich dagegen wehren.

Bei der Ende 2021 abgeschafften Funktion wurden Facebook-Freunde eines Nutzers automatisch in hochgeladenen Fotos markiert. Paxton argumentiert, dass dafür Gesichtsmerkmale sowohl von Mitgliedern des Online-Netzwerks als auch abgebildeten Nicht-Nutzern erfasst wurden.

25.000 Dollar für jeden einzelnen Verstoß

Eine ähnliche Klage im Bundesstaat Illinois legte Facebook im Jahr 2020 mit der Zahlung von 650 Millionen Dollar bei. Die finanziellen Forderungen von Texas können auf einen hohen Milliardenbetrag hinauslaufen. Der Generalstaatsanwalt verlangt 25.000 Dollar für jeden einzelnen Verstoß gegen das Gesetz über biometrische Daten – sowie weitere jeweils 10.000 Dollar pro Verletzung eines Gesetzes gegen betrügerische Geschäftspraktiken. Nach in der Klage zitierten Schätzungen hatte Facebook im Jahr 2021 rund 20,5 Millionen Nutzer in dem Bundesstaat.

hr/dpa-afx
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