Facebook-Mutterkonzern Meta baut Supercomputer für künstliche Intelligenz

Meta-Chef Mark Zuckerberg bereitet seinen Konzern auf das Internet der nächsten Generation, das Metaversum vor. Noch in diesem Jahr soll ein Supercomputer ans Netz gehen, der Echtzeit-Übersetzungen ermöglicht.
Supercomputer: So wie die Anlage im Leibnitz Rechenzentrum könnte auch der Supercomputer von Meta aussehen, der noch in diesem Jahr ans Netz gehen soll

Supercomputer: So wie die Anlage im Leibnitz Rechenzentrum könnte auch der Supercomputer von Meta aussehen, der noch in diesem Jahr ans Netz gehen soll

Foto: Veronika Hohenegger/ DPA

Der Facebook-Konzern Meta will in diesem Jahr den leistungsstärksten Supercomputer für Anwendungen mit künstlicher Intelligenz  aufbauen. Das System solle unter anderem Echtzeit-Übersetzungen ermöglichen, mit denen sich größere Gruppen von Menschen in verschiedenen Sprachen unterhalten können, erläuterte Meta in der Nacht zu Dienstag in einem Blogeintrag. Auch soll es mit der Zeit Technologien für die virtuelle Welt Metaverse entwickeln, in der Meta seine Zukunft sieht.

Der Supercomputer mit dem Namen AI Research Super Cluster (RSC) sei seit Anfang 2020 von Grund auf beim Facebook-Konzern entwickelt worden, inklusive der Lösungen für Kühlung und Verkabelung. Voll ausgebaut bis Mitte 2022 werde er 16.000 Grafikprozessoren verbinden, aktuell seien es 6080. Grafikprozessoren gelten als besonders effizient für die Rechenarbeit beim Anlernen künstlicher Intelligenz. Meta setzt für seinen Supercomputer auf Chips des Marktführers Nvidia.

Der Meta-Konzern nutzt künstliche Intelligenz unter anderem, um automatisch auf der Plattform verbotene Inhalte wie Hassrede oder Gewalt herauszufiltern. Meta sieht sich dabei auf gutem Weg: So würden inzwischen 98 Prozent der Hassrede-Beiträge entdeckt, bevor sie jemand zu sehen bekomme. Kritiker wie die Whistleblowerin Frances Haugen warnen hingegen, künstliche Intelligenz könne das Problem nicht ausreichend lösen.

mg/dpa-afx