Milliardäre und Großverdiener Das sind die (Tech-)Gewinner der Corona-Krise

Lieferdienste, Gaming-Firmen, Onlinehändler, Softwareriesen: Vor allem Tech-Unternehmen gehören zu den Gewinnern der Corona-Krise, wie die aktuellen Quartalszahlen zeigen. Unter den Tech-Milliardären sind viele alte Bekannte - aber auch ein paar Aufsteiger, die kaum jemand kennt.
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Ausgerechnet Amazon-Gründer Jeff Bezos, ohnehin schon reichster Mann der Welt, gehört zu den größten Profiteuren der globalen Corona-Krise - und die jüngst veröffentlichten Quartalszahlen des Onlinehändlers machten deutlich, wie sehr er profitiert: Amazon steigerte seinen Umsatz binnen drei Monaten um 44 Prozent auf 108,5 Milliarden Dollar. Den Gewinn verdreifachte der Konzern auch dank der vielen Menschen, die auf Online-Shopping umsteigen, auf den Rekordwert von 8,1 Milliarden Dollar, was der Aktie einen weiteren Schub gab. Jeff Bezos' Vermögen hat inzwischen die Marke von 200 Milliarden Dollar überschritten - vor rund einem Jahr waren es laut Bloomberg Billionaire Index  noch etwa 140 Milliarden Dollar.

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Ebenfalls Großaktionärin bei Amazon ist Bezos' Ex-Frau MacKenzie Scott. Ihr Vermögen beträgt nach mehr als einem Jahr Corona-Krise laut Bloomberg  mehr als 61 Milliarden Dollar - gegenüber rund 45 Milliarden vor Jahresfrist. Scott hat allerdings bereits angekündigt, einen Großteil dieses Vermögens spenden zu wollen.

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Bezos' Counterpart im fernöstlichen Raum ist Jack Ma, Gründer der Handelsplattform Alibaba. Der Chinese macht gegenwärtig schwierige Zeiten durch, sein Konzern steht unter besonderem Druck aus Peking. Finanziell lief es für Ma in der Corona-Krise dennoch gut: Laut "Hurun Global Rich List" , der chinesischen Variante der "Forbes"-Reichstenliste, stieg sein Vermögen zuletzt um rund 22 Prozent auf 56 Milliarden Dollar.

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Ein weiterer Chinese, der während der Corona-Zeit vom Trend zum Online-Shopping profitierte, ist Colin Huang, Gründer des Online-Discounters Pinduoduo. Das Unternehmen meldete zuletzt einen Umsatzanstieg um 146 Prozent auf umgerechnet gut vier Milliarden Dollar im vierten Quartal 2020 . Huangs Vermögen stieg 2020 um satte 283 Prozent auf 70 Milliarden Dollar, so die "Hurun Global Rich List" . Damit ist er nun drittreichster Mann seines Heimatlandes.

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Wenn im Homeoffice oder privat wegen der Corona-Einschränkungen mehr und mehr Menschen zunehmend Zeit vor ihren Computern verbringen, profitieren davon auch die Großkonzerne der Branche. Microsoft etwa - unter anderem Anbieter der in Corona-Zeiten viel gefragten Konferenz- und Chatsoftware Teams - meldete zuletzt für das erste Quartal 2021 einen Umsatzanstieg um 19 Prozent und einen Gewinnanstieg um 44 Prozent. Freuen kann sich darüber Gründer und Großaktionär Bill Gates, der laut Bloomberg inzwischen 146 Milliarden Dollar schwer ist - gegenüber rund 106 Milliarden Dollar noch vor einem Jahr.

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Ebenfalls vom Homeoffice-Trend und dem enorm gestiegenen Bedarf an Kommunikationssoftware profitiert Eric Yuan, Gründer und Chef des Video-Meeting-Anbieters Zoom. Das Unternehmen meldete Anfang März einen Umsatzanstieg im vergangenen Jahr um 326 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar. Das Vermögen von Großaktionär Yuan taxierte Bloomberg vor einem Jahr noch auf gut sieben Milliarden Dollar - inzwischen sind es mehr als 15 Milliarden.

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Die Corona-Krise lässt auch das Werbegeschäft im Internet boomen - zur Freude dieser beiden Herren: Die Google-Gründer Sergey Brin (l.), und Larry Page, bringen inzwischen jeweils deutlich mehr als 100 Milliarden Dollar auf die Waage. Vor Jahresfrist waren es noch jeweils gut 60 Milliarden Dollar. Einen Grund dafür gab das Unternehmen vor wenigen Tagen bekannt: Google steigerte seinen Umsatz allein im ersten Quartal 2021 um 34 Prozent auf 55,3 Milliarden Dollar.

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Selbstverständlich treibt die Corona-Krise auch das Geschäft sozialer Netzwerke an. Das größte davon, Facebook, meldete jüngst einen Umsatzanstieg im ersten Quartal um 48 Prozent auf 26,2 Milliarden Dollar. Auch mit der Aktie ging es in den vergangenen Monaten aufwärts - zur Freude von Gründer, CEO und Großaktionär Mark Zuckerberg. Mit einem Vermögen von 123 Milliarden Dollar führt ihn Bloomberg inzwischen auf Platz fünf der weltweiten Reichstenliste - gegenüber rund 77 Milliarden Dollar vor zwölf Monaten.

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Ähnlich ergeht es Zhang Yiming, Gründer und Chef von ByteDance, der Mutter des weltweit vor allem bei jungen Leuten gefragten sozialen Netzwerks TikTok. Mit einem Vermögen von 54 Milliarden Dollar avancierte er zum mittlerweile fünftreichsten Chinesen.

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Beim Musiknetzwerk und -streamingdienst Spotify stieg der Umsatz im ersten Quartal um 16 Prozent auf 2,15 Milliarden Euro, wobei sich das Unternehmen einen scharfen Wettbewerb mit Apple Music, Amazon Music und kleineren Konkurrenten liefert. Für Gründer Daniel Ek läuft es dennoch großartig. Sein Vermögen hat sich laut "Forbes" binnen zwölf Monaten auf 4,4 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Genug Geld um sich einen eigenen Fußballclub in der englischen Premier League zu leisten, wie Ek findet.

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Zu den Profiteuren der Corona-Krise mit ihrer verstärkten Nutzung von IT und Internet gehören auch die Hersteller von Hardware wie Notebooks, PCs oder Computerchips. Die Chipknappheit etwa sorgt seit Monaten für Schlagzeilen und Engpässe bei Autoherstellern. Chiphersteller Nvidia gab erst vor wenigen Tagen einen optimistischen Ausblick auf den Geschäftsverlauf . Die Aktie des Unternehmens startete schon lange vor Beginn der Corona-Krise einen Höhenflug, der bis heute anhält. Reich gemacht hat das beispielsweise Jensen Huang, Chef von Nvidia und Anfang der 1990er-Jahre auch Mitgründer. Laut Bloomberg sitzt Huang inzwischen auf einem Privatvermögen von etwa 14,4 Milliarden Dollar - doppelt so viel wie noch vor einem Jahr.

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Auch die Aktie des Computeranbieters Dell hat ihren Kurs im Laufe der vergangenen zwölf Monate mehr als verdoppelt. Ähnliches gilt für das Vermögen von Firmengründer und Großaktionär Michael Dell, das laut Bloomberg inzwischen rund 51,2 Milliarden Dollar beträgt.

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Dann wäre da noch der Bereich Home-Entertainment, der dank Corona ebenfalls boomt. Ma Huateng etwa, auch bekannt als Pony Ma und Gründer sowie Chef des chinesischen Techriesen Tencent, ist nach einem Vermögensanstieg um 70 Prozent im vergangenen Jahr mit 74 Milliarden Dollar inzwischen zweitreichster Mann Chinas. Tencent ist in vielen Bereichen des Internets aktiv - unter anderem als Spieleanbieter. Der Konzern steigerte seinen Umsatz 2020 um 28 Prozent und den Gewinn um 30 Prozent .

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Einer der größten Gaming-Anbieter in den USA ist Activision Blizzard. Und auch bei dem Konzern machte sich der Schub durch die Corona-Pandemie bemerkbar: CEO Bobby Kotick konnte Anfang Februar einen Anstieg der Umsätze im vergangenen Jahr von 6,5 auf 8,1 Milliarden Dollar verkünden.  Den Gewinn je Aktie steigerte das Unternehmen um etwa 50 Prozent. Ein Erfolg, der sich auch für Vorstandschef Kotick auszahlt: Medienberichten zufolge steht ihm eine Bonuszahlung von 200 Millionen Dollar ins Haus  - eine Summe, die vom Unternehmen allerdings noch nicht bestätigt wurde.

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Im deutschen Leitindex Dax ist wohl der Lieferdienst Delivery Hero der größte Corona-Gewinner. Die Aktie steigt seit mehr als einem Jahr und befindet sich nach zwischenzeitlicher Schwächephase wieder nahe ihres Rekordhochs. Kein Wunder: Die Liefergeschäfte florieren, gerade erst hat Gründer und Konzernchef Niklas Östberg (im Bild) den Ausblick für das laufende Jahr angehoben. Der Erfolg zahlt sich auch für den Schweden aus: Mit einem Einkommen von 45,7 Millionen Euro - inklusive Aktienoptionen - war er im vergangenen Jahr der am zweitbesten verdienende Dax-Chef nach Linde-CEO Steve Angel.

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Auch er kann zu den Corona-Gewinnern unter den Tech-Reichen gezählt werden: Brian Armstrong nutzte die Euphorie, die eine Hoffnung auf ein starkes Comeback der Wirtschaft an der Wall Street ausgelöst hat, für einen erfolgreichen Börsengang seines Unternehmens. Armstrong ist Gründer und CEO von Coinbase, der größten Handelsplattform für Kryptowährungen in den USA - und einer der bestbezahlten CEOs der Welt.

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cr
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