Abschied aus China Apple möchte iPhone 14 in Indien produzieren

Die Corona-Politik in China bereitet Apple immer wieder Probleme bei der iPhone-Herstellung. Nun hat der US-Konzern offenbar einen alternativen Standort gefunden: Noch in diesem Jahr könnte die iPhone-14-Produktion in Indien beginnen.
Beliebt in China: Apple-Store in Shanghai

Beliebt in China: Apple-Store in Shanghai

Foto: ALY SONG / REUTERS

Mit Indien hat Apple einem Medienbericht zufolge offenbar einen alternativen Produktionsstandort zu China gefunden, wo die zahlreichen und hatrtnäckigen Corona-Lockdowns die Herstellung in den vergangenen Monaten oft lahmlegten. Der US-Technologiekonzern plane demnach, sein iPhone 14 nun in Indien zu fertigen, berichtet Bloomberg  unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Dem Bericht zufolge hat der in Taiwan ansässige Apple-Zulieferer Foxconn bereits den Prozess des Versands von Artikeln aus China und der Montage des iPhone 14 in einem Werk außerhalb der südindischen Stadt Chennai untersucht. Bereits Ende Oktober oder spätestens im November könnte die Produktion dort an den Start gehen, hieß es.

Apple versucht schon länger, unabhängiger von seiner Produktion in China zu werden. Das auch wegen des Taiwan-Konflikts angespannte Verhältnis zwischen den Regierungen in Peking und Washington verstärkt jetzt offenbar den Druck, die Herstellung aus China in ein anderes Land zu verlagern. Neben Indien könnten dabei auch Länder wie Vietnam oder Mexiko als neue Produktionsstandorte infrage kommen.

Die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei Asia" hatte kürzlich bereits  berichtet, dass Apple in Gesprächen mit Zulieferern sei, um erstmals auch in Vietnam die Apple Watch und das MacBook herzustellen. Bereits jetzt ist das Land Apples wichtigstes Produktionszentrum außerhalb Chinas. In Vietnam werden unter anderem iPad-Tablets und AirPods-Kopfhörer produziert.

Der Konzern Foxconn ist nicht nur Apples Hauptlieferant, sondern in den vergangenen Jahren über sein Hauptgeschäft Smartphones hinaus in Bereiche wie Chips oder Elektrofahrzeuge expandiert. Nun jedoch sieht Taiwan die jüngsten Ambitionen Chinas im Halbleitersektor mit Sorge. Die taiwanische Regierung verbietet es Unternehmen, Produktionsanlagen in China zu bauen, um ihre fortgeschrittenste Technologie nicht ins Ausland zu verlagern. Gleichzeitig steht Taiwan unter dem zunehmenden Druck Chinas, das die demokratisch regierte Insel als sein eigenes Territorium betrachtet.

hr/Reuters
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