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Jochen Hanebeck Das ambitionierte Renditeprojekt des neuen Infineon-Chefs

Der designierte Chef verdankt seinen schnurgeraden Aufstieg auch der Lieferkrise in der globalen Chipknappheit. Er will den Konzern noch profitabler machen – und könnte genau der Richtige für geopolitisch unruhige Zeiten sein.
aus manager magazin 4/2022
Dynamischer Antritt: Jochen Hanebeck will Infineon jetzt genauso profitabel machen, wie es Wettbewerber schon sind

Dynamischer Antritt: Jochen Hanebeck will Infineon jetzt genauso profitabel machen, wie es Wettbewerber schon sind

Foto: Fritz Beck für manager magazin

Die letzten Tage im alten Job als Produktionsvorstand geben Jochen Hanebeck (54) einen Vorgeschmack auf das, was ihn in den nächsten Monaten erwartet: Führung in krisenhaften Zeiten.

Es ist Anfang März, vier Wochen bevor er den Vorstandsvorsitz übernimmt. Sein Augenmerk gilt jetzt zuerst den 200 Entwicklern, die in Lwiw, der größten Stadt der Westukraine, für Infineon arbeiten. "Wir versuchen natürlich zu helfen. Unser Büro ist zwar weiterhin geöffnet, doch sollen sich die Menschen jetzt in erster Linie um ihre Familien kümmern."

Gleichzeitig fallen für die Halbleiterproduktion wichtige Edelgase wie Neon, Krypton oder Xenon aus, die Infineon bis dato teilweise aus der Ukraine bezog, und weitere Gase aus Russland, die dort nicht mehr eingekauft werden können. Immerhin könne Infineon auf alternative Quellen zurückgreifen, so der designierte CEO. Dass der Konzern seinerseits die Chiplieferungen nach Russland und die Ukraine eingestellt hat, kostet ihn einen "kleinen bis mittleren zweistelligen Millionenumsatz".

Und dann ist da noch die große geopolitische Frage: Fühlt sich Chinas Präsident Xi Jinping (68) durch die Aggression des russischen Präsidenten Wladimir Putin (69) ermutigt, in Taiwan einzumarschieren? Die starke Konzentration der Chipindustrie dort erhöhe natürlich die Verwundbarkeit der Branche, bekennt Hanebeck.

Auf der Insel vor Chinas Küste sitzen mit der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) und UMC die weltgrößten Auftragsfertiger für Chips. Weil sie nicht genug liefern können, stehen seit Herbst 2020 und womöglich noch bis ins Jahr 2023 hinein bei Autoherstellern weltweit die Bänder still. Eine Attacke Chinas auf Taiwan wäre für die Menschen ein Albtraum. Und für die Industrie ein wahres Desaster.

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