Umsatz sinkt, Gewinn steigt Cloud-Dienste retten IBMs Bilanz

Das traditionelle Hardware-Geschäft mit Servern und Großrechnern brockt IBM auch im dritten Quartal Umsatzeinbußen ein. Immerhin boomt das Cloud-Geschäft weiter. Das Computer-Urgestein traut sich allerdings keine Prognose zu.
IBM-Logo auf dem Mobile World Congress in Barcelona (2018)

IBM-Logo auf dem Mobile World Congress in Barcelona (2018)

Foto: Sergio Perez/ REUTERS

Das IT-Urgestein IBM hat im dritten Quartal trotz boomender Cloud-Dienste weitere Geschäftseinbußen erlitten. In den drei Monaten bis Ende September sank der Umsatz im Jahresvergleich um knapp 3 Prozent auf 17,6 Milliarden Dollar (15 Milliarden Euro), wie der Konzern am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Nettogewinn stieg dennoch um 2 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar.

IBM verbuchte weiterhin starke Zuwächse im lukrativen Cloud-Geschäft mit IT-Diensten und Speicherplatz im Internet. Hier kletterten die Erlöse insgesamt um 19 Prozent auf 6,0 Milliarden Dollar. Die Schwächen im traditionellen Hardware-Kerngeschäft mit Servern und Großrechnern konnte dies jedoch nicht kompensieren.

Obwohl die Ergebnisse insgesamt im Rahmen der Markterwartungen lagen, reagierte die Aktie  nachbörslich zunächst mit leichten Kursverlusten. Wegen der weiterhin erhöhten Ungewissheit aufgrund der Corona-Pandemie gab IBM abermals keinen Ausblick auf das restliche Geschäftsjahr ab. Das kam bei Anlegern offenbar nicht gut an. Vorläufige Quartalszahlen waren ohnehin schon bekannt.

Der Konzern hatte jüngst angekündigt, sein IT-Infrastruktur-Geschäft abzuspalten und eigenständig an die Börse zu bringen. Der Fokus soll künftig noch stärker auf dem Cloud-Geschäft liegen. IBM befindet sich seit Jahren in einem tief greifenden Konzernumbau hin zu neuen, wachstumsstärkeren Geschäftsfeldern. Neben den Cloud-Services zählen dazu beispielsweise auch Datenanalyse und künstliche Intelligenz.

mg/dpa-afx
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