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Google Maps Wie Google die Zehn-Billionen-Dollar-App baut

CEO Sundar Pichai setzt alles auf eine Karte: Er baut Google Maps zur Super-App aus. Das könnte Google zum wertvollsten Konzern der Welt machen – und die Machtverhältnisse in der Wirtschaft grundlegend verändern.
aus manager magazin 7/2022
Google Maps: Die Erweiterung der physischen Realität um eine digitale Sphäre

Google Maps: Die Erweiterung der physischen Realität um eine digitale Sphäre

Foto: allezhopp für manager magazin

Der Job von Michael Firnhaber (42) bringt es mit sich, die irrwitzigsten Vorhaben wie die normalste Sache der Welt klingen zu lassen. Der Google-Veteran leitet ein weltübergreifendes Team im Bereich Geo. So wird die Truppe hinter der App Google Maps intern genannt. Nicht weniger als "ein genaues digitales Abbild der gesamten Welt" soll die Geo-Einheit erstellen, erklärt er in einem kargen Konferenzraum im zweiten Stock des Google-Büros in Hamburg.

Das sei notwendig für die "Mission", die Google-CEO Sundar Pichai (50) dem Maps-Team mitgegeben hat: Es gehe schließlich darum, so Firnhaber, "überall auf der Welt Menschen zu helfen, die Welt zu erkunden, zu navigieren und auch Dinge zu erledigen". Dinge erledigen? Das kann praktisch alles bedeuten – und genauso ist es auch gemeint.

Mit Google Maps lässt sich längst nicht mehr nur navigieren, die schnellste Busverbindung suchen oder ein Taxi buchen. Die App zeigt auch den nächsten freien Termin an, wenn man beim Friseur im Prenzlauer Berg "Glossing und Föhnen" buchen möchte, oder hilft dem User, beim Italiener einen Tisch zu reservieren. Bei Sushi-Restaurants oder Burger-Läden kann man auf "Bestellen und liefern lassen" klicken und – zack – transformiert sich Google Maps in eine Essensliefer-App. Wer in den USA etwas über den Levi’s Store oder Walmart in der Nähe wissen möchte, kann via Google Maps-Chatnachricht direkt nachfragen. Kinotickets, Arztbesuch, Yogastunde? Alles bereits buchbar via Google Maps.

Googles Suchmaschine ist seit zwei Jahrzehnten das unumstrittene Navigationssystem des Internets: ein digitaler Gatekeeper darüber, was sichtbar wird – und was verborgen bleibt. Google Maps soll das Navigationssystem für alles andere werden, ein Betriebssystem für das alltägliche Leben. "Ein digitaler Gatekeeper der physischen Welt", sagt Marketingspezialist Mario Gavira (49), Vice-President of Growth bei der Onlineflugsuche Kiwi.com. Und das Unheimliche: Der Techriese ist damit bereits viel weiter, als die meisten glauben.

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