Weitere Klagen Google legt im Patentstreit mit Sonos nach

Zunächst hatte sich Sonos in einem Patentverfahren in den USA noch gegen Google durchgesetzt – mit Folgen für Googles Lautsprecher. Jetzt schlägt der Internetriese zurück und wirft dem Lautsprecher-Anbieter in zwei Klagen die Verletzung von sieben Patenten vor.
Lautsprecherbox von Sonos

Lautsprecherbox von Sonos

Foto: Matthias Kremp / DER SPIEGEL

Im Patentstreit zwischen Google und dem Lautsprecher-Anbieter Sonos holt der Internet-Riese nach einer verlorenen Runde zum Gegenschlag aus. Google reichte am Montag (Ortszeit) zwei neue Klagen ein, in denen Sonos die Verletzung von sieben weiteren Patenten vorgeworfen wird. Dabei geht es unter anderem um Technologien, die regeln, wie vernetzte Geräte mit Sprachassistenten mit einem Weckwort umgehen sowie um das drahtlose Aufladen von Akkus.

Sonos hatte sich Anfang des Jahres in einem Patentverfahren bei der US-Handelskommission ITC durchgesetzt. Das hatte Folgen für die Bedienung von Googles Lautsprechern. So müssen Nutzer deswegen bei einer Gruppe aus mehreren vernetzten Lautsprechern die Lautstärke bei jedem von ihnen einzeln verändern statt zusammen für alle.

Bei den neuen Klagen bezieht sich Google unter anderem darauf, dass Sonos einen eigenen Sprachassistenten zur Musik-Steuerung auf seine Geräte brachte. Seit 2019 ist auf Sonos-Lautsprechern der Google Assistant verfügbar.

Der Chefjustiziar von Sonos, Eddie Lazarus, warf Google in einer Stellungnahme unter anderem auf der Website "Protocol" eine "Einschüchterungstaktik" vor. Sonos war ein Vorreiter beim Einsatz von vernetzten Lautsprechern in verschiedenen Räumen eines Haushalts und führt in dem Streit entsprechende Patente ins Feld.

rei/dpa-afx
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