Rewe investiert in Lieferdienst Flink holt 750 Millionen Dollar – und überholt Gorillas

Der 10-Minuten-Lieferdienst Flink holt sich 750 Millionen Dollar – und wird nun mit 2,7 Milliarden Dollar bewertet. Unter den Geldgebern sind der US-Lieferdienst Doordash und die Supermarktkette Rewe.
Zieht davon: 10-Mintuten-Lieferdienst Flink ist nach Gorillas gestartet, inzwischen ist er Marktführer in Deutschland

Zieht davon: 10-Mintuten-Lieferdienst Flink ist nach Gorillas gestartet, inzwischen ist er Marktführer in Deutschland

Foto: - / dpa

Der 10-Minuten-Lieferdienst Flink holt sich 750 Millionen Dollar frisches Kapital für die Expansion. Dies gab das Unternehmen am Freitag bekannt. Die Bewertung des Berliner Start-ups, das erst Ende vergangenen Jahres gegründet worden war, steigt damit nach der Finanzierungsrunde auf rund 2,85 Milliarden Dollar.

Damit sind CEO Oliver Merkel (45) sowie seine Co-Gründer Julian Dames (33) und Christoph Cordes (42) nun gut gerüstet für das Wettrüsten der Lieferdienste. Als Hauptrivale gilt in Deutschland Gorillas. Anders als etwa der britische Pionier Ocado  machen sie bislang auch operativ noch keine Gewinne.

Bereits im September hatte das manager magazin berichtet, dass der US-Lieferdienst DoorDash bei Flink einsteigt. Das Mega-Start-up aus San Francisco pumpt 400 Millionen Dollar in Flink und hält nun knapp 15 Prozent der Anteile. Weitere 350 Millionen Dollar kommen unter anderem von den bisherigen Investoren, darunter der Staatsfonds von Abu Dhabi, Mubadala Capital-Ventures, sowie Bond Capital.

Auch Rewe investiert weiter in den Schnelllieferdienst. Die Supermarktkette hält nun gut 5 Prozent an Flink. Rewe hatte ursprünglich den Flink-Rivalen Gorillas beliefert. Doch im Juni hatte Rewe die Seiten gewechselt und war bei Flink eingestiegen. Der Händler sieht den Schnelllieferdienst als Ergänzung zum eigenen Lieferservice, der im vergangenen Jahr eine halbe Milliarde Euro einfuhr.

Flink war Ende vergangenen Jahres nach dem Rivalen Gorillas gestartet. Doch inzwischen hat der Dienst den Berliner Konkurrenten überholt. Nach Daten der Plattform Airnow Data wird Flink inzwischen häufiger als Gorillas in Deutschland genutzt und die App wird auch öfter auf Smartphones heruntergeladen. Flink selbst erklärt sich zum "Marktführer sowohl nach kumulierten App-Downloads als auch nach aktiven Nutzern in seinen reifsten Märkten, Deutschland und den Niederlanden." Vorhergesagt  hatte diese Entwicklung bereits im Juli ausgerechnet Delivery-Hero-CEO Niklas Östberg (41). Er investiert später trotzdem selbst bei Gorillas .

Anmerkung: Die Höhe der Finanzierungsrunde wurde am 10. Dezember aktualisiert und der Text um ein Zitat von Flink ergänzt.

jr