Deutsche Telekom T-Mobile US verkauft Festnetzsparte für einen Dollar

Die US-Tochter der Deutschen Telekom setzt künftig ganz auf das lukrativere Mobilfunkgeschäft. Beim Verkauf der Festnetzsparte nimmt T-Mobile US dafür auch einen milliardenschweren Buchverlust in Kauf.
Mike Sievert: Der Chef von T-Mobile US muss mit dem Verkauf der von Sprint einst mit übernommenen Festnetzsparte nun eine Milliarde Dollar auf die Sparte abschreiben

Mike Sievert: Der Chef von T-Mobile US muss mit dem Verkauf der von Sprint einst mit übernommenen Festnetzsparte nun eine Milliarde Dollar auf die Sparte abschreiben

Foto: Brian Ach / AP

Der US-Mobilfunkriese T-Mobile US trennt sich von seinem Festnetzgeschäft und nimmt dabei einen Buchverlust in Kauf. Die US-Tochter der Deutschen Telekom verkauft die mit der Übernahme des Konkurrenten Sprint bei ihr gelandete Sparte für die symbolische Summe von einem Dollar an den amerikanischen Glasfaser-Internet-Anbieter Cogent Communications, teilten beide Seiten am Mittwoch mit.

Zugleich schreibt T-Mobile US im dritten Quartal eine Milliarde Dollar auf die Sparte ab. Damit sind neben dem Firmenwert auch rund 700 Millionen Dollar abgedeckt, die T-Mobile laut der Vereinbarung in den nächsten viereinhalb Jahren für bestimmte Internet-Dienste an Cogent zahlt.

T-Mobile US konzentriert sich mit dem Verkauf ganz auf das lukrative Mobilfunkgeschäft. Cogent bekommt mit dem Sprint-Netz erstmals ein eigenes Fernverbindungsnetz. Bisher muss das Unternehmen aus Washington die Leitungen mieten. Cogent hat es vor allem auf rund 1400 Firmenkunden von T-Mobile abgesehen, die allein für 560 Millionen Dollar Umsatz sorgen. Insgesamt kann das Unternehmen den Jahresumsatz mit der Übernahme nach eigenen Angaben auf 1,1 Milliarden Dollar fast verdreifachen.

Reuters
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