Telekom-Tochter T-Mobile US wächst stärker als AT&T

T-Mobile US bleibt Cashcow der Deutschen Telekom: Auch nach der Sprint-Übernahme wachsen Erlöse und Kundenzahlen stärker als erwartet. Die Telekom-Tochter hängt in den USA den Rivalen AT&T ab.
Weiter aufwärts: Der neue CEO von T-Mobile US, Mike Sievert, überrascht Analysten positiv

Weiter aufwärts: Der neue CEO von T-Mobile US, Mike Sievert, überrascht Analysten positiv

Foto: Stephen Brashear/ AP

Der US-Mobilfunker T-Mobile US hat seinen Ausblick für das Gesamtjahr angehoben. Von Januar bis März kletterten die Erlöse dank eines Kundenzustroms um 77 Prozent auf 19,76 Milliarden Dollar, wie die US-Tochter des Bonner Dax-Konzerns Deutsche Telekom am späten Dienstagabend mitteilte. Das Plus fiel größer aus als von Analysten erwartet. Die Übernahme des kleineren Konkurrenten Sprint schiebt T-Mobile US weiterhin an. Das bereinigte Betriebsergebnis stieg um 67 Prozent auf 5,86 Milliarden Dollar. Nun rechnet T-Mobile im Gesamtjahr mit einem bereinigten Betriebsergebnis zwischen 22,8 und 23,2 Milliarden statt bisher von 22,6 bis 23,1 Milliarden Dollar.

An der Börse kamen die Quartalszahlen von T-Mobile US und der Ausblick gut an. Die Aktie  stieg nachbörslich mehr als zwei Prozent. Das Unternehmen aus Bellevue im US-Bundesstaat Washington macht seit Jahren mit einer aggressiven Preispolitik, Investitionen und Marketing Jagd auf die beiden Wettbewerber AT&T und Verizon. Im ersten Quartal gewann das Unternehmen 773.000 Vertragskunden - deutlich mehr als erwartet und auch mehr als AT&T zuletzt. T-Mobile US kam zugute, dass in der Corona-Krise mehr Menschen Telekommunikationsdienste nutzen, um miteinander in Kontakt zu bleiben und um von zu Hause zu arbeiten.

Der deutsche Mutterkonzern Deutsche Telekom gibt am 12. Mai Einblick in die Quartalszahlen.

rei/Reuters