Mobilfunktochter Telekom stockt bei T-Mobile US weiter auf

Die Deutsche Telekom nähert sich ihrem Ziel, die Mehrheit an der Tochter T-Mobile US zu übernehmen. Der Bonner Konzern kauft weitere 21 Millionen Aktien zum Durchschnittspreis von 113 Dollar.
T-Mobile-Laden in den USA: Die Konzernmutter Deutsche Telekom kauft weitere Aktien der Tochter

T-Mobile-Laden in den USA: Die Konzernmutter Deutsche Telekom kauft weitere Aktien der Tochter

Foto: JEENAH MOON/NYT/Redux/laif/ JEENAH MOON/The New York Times/R/Redux/laif

Die Deutsche Telekom stockt auf dem Weg zu einer Übernahme der Mehrheit an T-Mobile US ihren Anteil an der US-Tochter weiter auf. Der Bonner Konzern erhöhe seine Beteiligung an der T-Mobile US auf 48,4 Prozent des Kapitals, teilte die Telekom am Mittwoch mit. Der Konzern erwerbe dazu weitere 21,2 Millionen T-Mobile-US-Aktien von der Softbank Group für 2,4 Milliarden Dollar. Das entspreche einem Durchschnittspreis je Aktie von 113 Dollar.

Die Telekom hatte im Juni vergangenen Jahres mit Softbank vereinbart, dass der Konzern bis Juni 2024 insgesamt 101 Millionen T-Mobile-US-Aktien aus dem Bestand von Softbank durch flexible Ausübung von Call-Optionen erwerben kann.

Zur Finanzierung des Aktienkaufs greife die Telekom auf einen Teil der rund vier Milliarden Euro zurück, die ihr aus dem Verkauf der T-Mobile Netherlands zugeflossen waren.

Telekom-Chef Tim Höttges (59) hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, die Mehrheit an der erfolgreichen US-Tochter übernehmen zu wollen. Inzwischen ist die US-Tochter zum wichtigsten Pfeiler im Geschäft der Bonner aufgestiegen. Auf dem umkämpften US-Markt mit den Platzhirschen AT&T und Verizon wurden im vergangenen Jahr mehr als 62 Prozent des Konzernumsatzes von 108,8 Milliarden Euro (plus 7,7 Prozent) erwirtschaftet.

rei/Reuters