"Erheblicher Stellenabbau" Delivery Hero entlässt in der Berliner Zentrale

Der Berliner Lieferdienst Delivery Hero entlässt nach Informationen des manager magazins Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Berliner Zentrale. CEO Niklas Östberg spricht von einem "erheblichen Stellenabbau".
"Betriebliche Effizienz optimieren": Jobkürzungen bei Delivery Hero

"Betriebliche Effizienz optimieren": Jobkürzungen bei Delivery Hero

Foto: Fabrizio Bensch / REUTERS

Der Berliner Lieferdienst Delivery Hero entlässt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Berliner Zentrale. Der Dienst bestätigte auf Anfrage des manager magazins, einen "kleinen Prozentsatz" der mehr als 49.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gruppe entlassen zu haben. Zur genauen Anzahl der entlassenen Mitarbeitenden macht Delivery Hero keine Angaben.

Insider berichten, dass vor allem die Zentrale von den Kürzungen betroffen ist. Delivery-Hero-CEO Niklas Östberg (42) erklärte, dass es in der Rechtsabteilung einen "erheblichen Stellenabbau" gegeben habe. Neben der Rechtsabteilung sollen unter anderem auch die Finanz- und Marketing-Abteilung betroffen seien.

Eine Unternehmenssprecherin äußerte sich nicht dazu. Sie erklärte, die Kürzungen sollten "die betriebliche Effizienz" optimieren und dazu beitragen, Delivery Hero profitabel zu machen.

Hohe Verluste

Delivery Hero erwartet in diesem Jahr einen Verlust von rund 650 Millionen Euro auf Ebitda-Basis. Der Lieferdienst hat angekündigt, 2023 erstmals einen Profit zu erwirtschaften. Um das Ziel zu erreichen, erwägt der Dienst auch, sich aus weiteren Ländern zurückzuziehen.

Die Aktie von Delivery Hero hat an der Börse am Donnerstag um rund 17 Prozent zugelegt. Östberg hatte erklärt, dass die Verluste in diesem Jahr etwas geringer ausfallen als zunächst erwartet und im zweiten Halbjahr 2023 ein positiver Cashflow erwirtschaftet werden soll. Seit Jahresbeginn hat Delivery Hero rund 60 Prozent des Börsenwerts verloren.

jr

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