Anleihenemission Coinbase will sich 1,5 Milliarden Dollar am Bondmarkt besorgen

Die Krypto-Handelsplattform Coinbase will sich mit zwei Anleihen frisches Geld beschaffen. Das Debüt am Bondmarkt soll ein Volumen von 1,5 Milliarden Dollar haben.
Börsengang: Seit April ist Coinbase an der Nasdaq notiert

Börsengang: Seit April ist Coinbase an der Nasdaq notiert

Foto: SHANNON STAPLETON / REUTERS

Die Kryptobörse Coinbase wird erstmals in ihrer Unternehmensgeschichte Anleihen platzieren. Die größte Handelsplattform für Bitcoin, Ether und Co will damit 1,5 Milliarden US-Dollar einsammeln. Die Laufzeiten der beiden geplanten Bonds betragen einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge sieben und zehn Jahre. Über den Zins und weitere Details der Emission ist demnach noch nichts bekannt.

Coinbase schreibt in einer Mitteilung, dass das Kapital in die Produktentwicklung investiert werden soll. Aber auch andere Zwecke, wie etwa die Übernahme anderer Firmen, schließt die Kryptobörse nicht aus. Das würde zum aktuellen Kurs des Unternehmens passen. In diesem Jahr hat es schon die Blockchain-Firma Bison Trails und den Datenanalyse-Anbieter Skew gekauft.

Es wäre das zweite Finanzdebüt für Coinbase 2021. Erst im Frühjahr ging das Krypto-Unternehmen an die Börse. Seither wird die Aktie an der US-Techbörse Nasdaq gehandelt. Nach anfänglicher Euphorie scheinen die Anlegerinnen und Anleger die Aktie aber kritisch zu betrachten. Im vergangenen Monat verlor sie sechs Prozent.

Zudem legte sich Coinbase vergangene Woche mit der Aufsichtsbehörde SEC an. Die Kryptobörse wollte ihren Kunden ermöglichen, Bitcoin und andere Digitalwährungen zu verleihen und dafür Zinsen einzustreichen. Daraufhin drohte die SEC mit einer Klage. Coinbase verschob das Angebot in den Oktober. Rechtsvorstand Paul Grewal: "Die SEC hat uns mitgeteilt, dass sie uns verklagen will. Wir wissen nicht warum." Diese Äußerungen und der sehr volatile Markt für Kryptowährungen könnten manchen Investor abschrecken.

flx