Aktie auf Rekordhoch Varta jetzt offizieller Zulieferer von Apple

Bislang war es nur ein Gerücht. Jetzt bestätigt Apple, dass die Kopfhörer-Batterien aus dem Hause Varta stammen. Der S-Dax Konzern verpflichtet sich zudem auf erneuerbare Energien.
Knopfzelle von Varta: Der Batteriehersteller rüstet auch die Airpods von Apple aus

Knopfzelle von Varta: Der Batteriehersteller rüstet auch die Airpods von Apple aus

Foto: DPA

Der deutsche Batteriehersteller Varta  hat sich verpflichtet, als Zulieferer von Apple  komplett auf erneuerbare Energien umzusteigen. Das kündigte Apple-Managerin Sarah Chandler am Mittwoch in Berlin auf der Konferenz "Electronics Goes Green" des Fraunhofer-Instituts IZM an. Die Äußerung der Umwelt-Expertin von Apple bestätigt erstmals offiziell, dass der S-Dax-Konzern ein Zulieferer von Apple ist. Zuvor hatte es bereits Gerüchte gegeben, dass die Batterien in den Apple-Kopfhörern AirPods von Varta stammen. Der Batteriehersteller, mit Sitz im baden-württembergischen Ellwagen, hatte früh erkannt, dass Potenzial in kabellosen Kopfhörern steckt und in die Forschung investiert: Zu den Kunden von Varta gehören neben Apple auch andere Tech-Riesen wie Samsung, Bose, Sony, Bang & Olufsen, JBL und Sennheiser.

Die Varta-Papiere hatten sich 2019 als Höhenflieger am deutschen Markt entwickelt, waren aber im Frühjahr 2020 von 124 Euro auf unter 73 Euro abgestürzt. Im Zuge des Corona-Crashs ging es weiter abwärts bis auf fast 50 Euro. Mittlerweile hat sich die Aktie wieder erholt. Am Donnerstag markierte die Varta-Aktie ein neues Rekordhoch bei 137 Euro.

Bis 2030 will Apple komplett klimaneutral arbeiten

Varta hat sich der CO2-Agenda von Apple verpflichtet. Der iPhone-Konzern will den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids um 75 Prozent senken. Apple betreibt bereits Büros, Rechenzentren und Produktionsstätten mit Hilfe erneuerbarer Energien. Apple-Managerin Chandler sagte, in Deutschland arbeiteten auch die Zulieferer Henkel und die Tesa SE daran, ihre Produktion für Apple vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. Das gelte auch für ST Micro in Frankreich, Solvay in Belgien sowie DSM in den Niederlanden.  Unter den Zulieferern verpflichteten sich inzwischen 70 Unternehmen zum Umstieg auf erneuerbare Energiequellen. Apple nimmt sich vor, bis zum Jahr 2030 komplett klimaneutral zu arbeiten. Umweltchefin Lisa Jackson hatte bereits im Juni angekündigt, dass in zehn Jahren jedes Apple-Gerät ohne eine CO2-Belastung hergestellt werden soll.

ls/dpa
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