Druck auf Tech-Branche Diese Tech-Tycoons leiden besonders unter Pekings hartem Kurs

Mit politischem Druck und regulatorischen Eingriffen machen Chinas Machthaber der Techbranche des Landes das Leben schwer. Einige superreiche Tech-Unternehmer mussten deshalb bereits empfindliche Einbußen hinnehmen.
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Er ist einer der großen Verlierer der Offensive, die Peking gegen die boomende Techbranche des Landes fährt: Colin Huang, Gründer der E-Commerce-Plattform Pinduoduo, musste mit anschauen, wie sein Vermögen allein seit Anfang Juli um fast 16 Milliarden Dollar schrumpfte - das war immerhin etwa ein Drittel. Ende Juni war die chinesische Mitfahrplattform Didi Chuxing entgegen Signalen aus Peking an die Börse gegangen. Es folgte ein "regulatorischer Feuersturm", wie die "Financial Times" schreibt: Die Aktien der Techbranche des Landes rutschten ab, die Tech-Tycoons der Volksrepublik verloren nach Kalkulation der Zeitung seither in Summe 87 Milliarden Dollar.

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Sollte der kommunistischen Parteiführung in Peking die Ansammlung gewaltiger Milliardenvermögen bei einzelnen Tech-Unternehmern ein Dorn im Auge sein, so wäre eine Umverteilung also zumindest zum Teil schon mal gelungen. Leidtragender ist auch Ma Huateng, auch genannt Pony Ma, der Kopf des Internetkonzerns Tencent. Sein Vermögen wurde seit Anfang Juli laut "FT" um zwölf Milliarden Dollar oder 22 Prozent dezimiert. Ma rutschte dadurch im chinesischen Reichstenranking von Platz zwei auf Platz drei ab.

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Neuer zweitreichster Mann Chinas ist seither Jack Ma, Gründer des Online-Handelskonzerns Alibaba. Der einstmals reichste Chinese musste sich seit Anfang Juli nur noch über Vermögenseinbußen von 2,6 Milliarden Dollar ärgern. Insgesamt kam Ma aber auch nicht eben glimpflich davon: Der Alibaba-Gründer geriet jedoch bereits viel früher ins Visier Pekings, seit die Behörden im November vergangenen Jahres den Börsengang der Alibaba-Tochter Ant Group verhinderten, sank Mas Privatvermögen um beinahe 13 Milliarden Dollar, so die "FT".

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Unter den Verlierern von einigen Milliarden Dollar an Aktienwert in den vergangenen Wochen befinden sich zudem William Ding, Gründer und Chef der Internetfirma NetEase, sowie ...

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... He Xiangjian, Gründer des Elektrogeräteherstellers Midea Group.

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Auf der anderen Seite gibt es aber auch Superreiche in China, die Peking - zumindest derzeit - gewähren lässt. Dazu zählen vor allem Entrepreneure in Branchen, die in der Gunst der Machthaber stehen, wie beispielsweise der Bau von Elektroautos oder die Energiegewinnung aus regenerativen Quellen. Folgerichtig werden die Aktien der entsprechenden Unternehmen von Investoren offenbar als weniger riskant eingestuft. So legte etwa das Vermögen von Li Shufu, Gründer des Autobauers Geely, laut Bloomberg Billionaires Index seit Jahresbeginn bereits um fast zehn Milliarden Dollar auf rund 32 Milliarden Dollar zu.

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Wang Chuanfu, Kopf des Auto- und Batterieherstellers BYD, kann sich über einen Vermögenszuwachs auf mehr als 25 Milliarden Dollar freuen - er gehört damit nun zu den zehn reichsten Chinesen.

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Reichster Chinese mit einem Vermögen von etwa 72 Milliarden Dollar ist gegenwärtig Zhong Shanshan, Chef des Mineralwasserkonzerns Nongfu Spring. Auch sein Vermögen wurde in den vergangenen Wochen größer statt kleiner.

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