Nachfrage steigt rasant Ausgerechnet das Homeoffice hilft Airbnb

Die starke Nachfrage spült Airbnb im dritten Quartal sogar mehr Erlöse in die Kasse als im Vergleichsquartal vor der Pandemie. Der Zimmervermittler profitiert dabei auch von der neuen Homeoffice-Arbeitswelt.
Der Schlüssel zum Zimmer: Nicht selten ist es auch das neue Arbeitszimmer für ein paar Wochen - immer öfter buchen Kunden Langzeitaufenthalte bei Airbnb

Der Schlüssel zum Zimmer: Nicht selten ist es auch das neue Arbeitszimmer für ein paar Wochen - immer öfter buchen Kunden Langzeitaufenthalte bei Airbnb

Foto: Friso Gentsch / dpa

Der Apartment-Vermittler Airbnb hat die Corona-Krise abgeschüttelt und sein bislang umsatzstärkstes und profitabelstes Vierteljahr verbucht. Im dritten Quartal legten die Erlöse gegenüber dem Vorjahreswert um fast 70 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro) zu, teilte das Unternehmen wie das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. Damit setzte Airbnb sogar 36 Prozent mehr um als im Vergleichszeitraum 2019 vor der Pandemie.

Der Nettogewinn betrug 834 Millionen Dollar und fiel somit 280 Prozent höher aus als vor einem Jahr. Die Quartalszahlen übertrafen die Prognosen der Analysten deutlich. Die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit moderaten Kursaufschlägen. Airbnb hatte die Erwartungen vor drei Monaten noch gedämpft und wegen neuer Corona-Wellen der besonders ansteckenden Delta-Variante vor neuen Belastungen und Rückschlägen für die Tourismus-Branche gewarnt.

Neue Arbeitswelt durch Pandemie - Langzeitaufenthalte nehmen zu

Die Reisebranche habe sich nicht nur deutlich von der Corona-Pandemie erholt, teilte Airbnb in einem Schreiben an die Aktionäre mit. "Die Welt erlebt eine Revolution in der Art, wie wir leben und arbeiten." Die Arbeit im Homeoffice ermögliche es vielen Menschen, von anderen Orten aus als dem eigenen Zuhause zu arbeiten - in vielen Fällen handle es sich dabei um Airbnb-Unterkünfte in beliebten Urlaubsländern.

Passend dazu sind Langzeitaufenthalte in den Unterkünften laut Airbnb zuletzt immer beliebter geworden - Buchungen für 28 aufeinanderfolgende Nächte oder mehr seien keine Seltenheit mehr.

Das in San Francisco ansässige Unternehmen erwartet für das vierte Quartal Umsätze zwischen 1,39 und 1,48 Milliarden Dollar. Analysten gehen im Durchschnitt von 1,44 Milliarden Dollar aus.

rei/dpa-afx/Reuters/AFP
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