Figma Adobe zahlt 20 Milliarden US-Dollar für Designplattform

Die Designplattform Figma wurde erst 2012 gegründet und zählt schon namhafte Kunden wie Google, Spotify und Netflix zu ihren Kunden. Nun hat sich der Softwarehersteller Adobe das Start-up geschnappt.
Adobe macht's möglich: Mithilfe der Software des Unternehmens wird der Flugsaurier "Thapunngaka shawi" zum Leben erweckt, der vor Millionen Jahren den fünften Kontinent bevölkerte

Adobe macht's möglich: Mithilfe der Software des Unternehmens wird der Flugsaurier "Thapunngaka shawi" zum Leben erweckt, der vor Millionen Jahren den fünften Kontinent bevölkerte

Foto: Adobe Stock / University of Queensland / dpa

Der Software-Anbieter Adobe will sein Geschäft mit der Übernahme der Webdesign-Plattform Figma verstärken. Die Unternehmen haben sich auf einen Kaufpreis von rund 20 Milliarden US-Dollar (etwa 20 Milliarden Euro) geeinigt, wie der "Photoshop"-Hersteller am Donnerstag in San José mitteilte. Der Betrag soll in bar und eigenen Aktien gezahlt werden.

Figma wurde 2012 gegründet, das Start-up ist auf kollaborative Software-Tools zum Erstellen von Web-Designs spezialisiert. Zu seinen Kunden zählen nach eigenen Angaben große Tech-Unternehmen wie Airbnb, Google, Spotify, Netflix und Twitter. Die Unternehmen nutzen die Figma-Software für die Zusammenarbeit bei Entwürfen und Brainstorming.

Adobe will die Übernahme im kommenden Jahr abschließen, sofern Aufseher und Aktionäre zustimmen. Das Unternehmen vertreibt Software für die Erstellung, Veröffentlichung und Verbreitung von Inhalten sowie die Verwaltung von Dokumenten. Das Unternehmen erwirtschaftete 2021 mit rund 23.000 Mitarbeitern einen Umsatz von knapp 16 Milliarden Euro.

Bei Anlegern kam der Plan zunächst nicht gut an: Adobes Aktien  reagierten mit einem über 10-prozentigen Kursrutsch. Der einstige Wall-Street-Liebling steht am Finanzmarkt schon länger unter Druck – in den vergangenen zwölf Monaten ist die Aktie mit über 40 Prozent ins Minus geraten. Figma ist nicht an der Börse notiert.

mg/dpa-afx, Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.