Linux-Spezialist Suse – Wanderpokal der Softwarewelt

Vor einem Jahr brachte der Finanzinvestor EQT den Linux-Spezialisten Suse an die Börse. Fünf Milliarden Euro ist die Firma wert. Trotzdem fahnden die Schweden auf der Jagd nach der Maximal-Rendite jetzt nach Hilfe.
Keine überzeugende Börsenstory: Suse-Chefin Melissa Di Donato braucht noch ein paar Zukäufe, um der Bewertung des Linux-Spezialisten Antrieb zu geben.

Keine überzeugende Börsenstory: Suse-Chefin Melissa Di Donato braucht noch ein paar Zukäufe, um der Bewertung des Linux-Spezialisten Antrieb zu geben.

Foto: Suse

Wenn es etwas gibt, das Anhänger von Linux vor allem hochhalten, dann ist es die Zuverlässigkeit des Betriebssystems. Bei dem Nürberger Linux-Spezialisten Suse hat dieses Attribut noch eine ganz andere Dimension: Das Unternehmen wechselt zuverlässig seinen Eigentümer. Demnächst könnte es wieder soweit sein.

Die schwedische Private-Equity-Gesellschaft EQT hat Suse vor etwa einem Jahr an die Börse gebracht. Mit einem Anteil von 76 Prozent ist der Finanzinvestor aber noch immer der größte Anteilseigner. Das Lehrbuch sähe jetzt vor, den Anteil weiter stückweise über die Börse zu reduzieren. Doch EQT liebäugelt mit einem anderen Plan: Den Verkauf des Restpakets - komplett oder in großen Teilen - an einzelne Investoren. Wie Beteiligte manager magazin berichten, hat EQT dazu in den vergangenen Wochen mögliche Interessenten ansprechen lassen, darunter Private-Equity-Firmen.

Die Volte hat vor allem einen Grund: den Kurseinbruch im Technologiesektor, ausgelöst von der Furcht vor steigenden Zinsen. In Zeiten wie diesen geht der Anlagenotstand insgesamt zurück und Unternehmen, die bereits jetzt Gewinne erwirtschaften und nicht erst in Zukunft, werden höher bewertet.

Möglicher Weiterverkauf an Finanzinvestor

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