Sport-Streaming-Portal DAZN prüft Börsengang Milliardär Blavatnik will mit "Netflix des Sports" Kasse machen

Mit dem Sport-Streaming-Portal DAZN will der Milliardär Len Blavatnik ein "Netflix des Sports" aufbauen. Noch schreibt das Portal rote Zahlen, hat sich aber hochkarätige Fußball-Rechte gesichert. Nun prüft DAZN den Börsengang.
Will frisches Geld für Expansion: Das Sport-Streaming-Portal DAZN prüft laut Vize-Chef James Rushton den Gang an die Börse

Will frisches Geld für Expansion: Das Sport-Streaming-Portal DAZN prüft laut Vize-Chef James Rushton den Gang an die Börse

Foto: KIM KYUNG-HOON / REUTERS

"Wenn die Umstände passen, kann ich mir vorstellen, dass wir in den nächsten Jahren die öffentlichen oder privaten Kapitalmärkte anzapfen", sagte DAZN-Vize-Chef James Rushton der Nachrichtenagentur Reuters in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. Dies könne Teil der weltweiten Expansion sein. DAZN hatte erst im Dezember den Start seines Angebots in 200 Ländern angekündigt.

Mag Sport und Musik: Len Blavatnik (links, mit Coldplay-Sänger Chris Martin) hat viel Geld für TV-Sportrechte bezahlt

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Foto: AFP

Der Dienst gehört der Beteiligungsgesellschaft Access Industries des US-Milliardärs Len Blavatnik, der mit DAZN eine Art Netflix des Sports aufbauen will. In Deutschland ist der Streamingdienst seit 2016 aktiv und zeigt aktuell für knapp zwölf Euro Monatsgebühr Bundesliga- wie auch Uefa-Spiele, aber auch Handball, Rugby, Boxen, Basketball oder Tennis.

Wegen der hohen Kosten für Sportrechte schreibt DAZN rote Zahlen. Erst kürzlich sicherte sich DAZN für rund 2,5 Milliarden Euro für drei Spielzeiten die Rechte an der ersten italienischen Fußballliga Serie A und stach dabei den Pay-TV-Anbieter Sky aus.

Die Investitionen sollen sich nun auszahlen. Rushton zufolge tragen dazu das Kundenwachstum und die Technologieplattform bei. Nach anfänglichen Problemen in der Corona-Krise, die zur Absage vieler Sportveranstaltungen führte, peilt DAZN für das laufende Jahr Werbeeinnahmen von mehr als 100 Millionen Dollar an.

wed/Reuters