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Podcast Spac? "Es werden viele Kleinanleger Geld verlieren"

Es ist wie ein Tag der offenen Tür im Kasino: Auf der ganzen Welt stecken Anleger Milliarden in leere Firmenhüllen - in der vagen Hoffnung, dass andere daraus ein großes Geschäft machen. Was hat es mit diesem gefährlichen neuen Börsenhype auf sich?

Die Liste wird immer kunterbunter: Ex-Basketball-Star Shaquille O´Neal (48), American-Football-Star Colin Kapernick (33), Bernard Arnault (71), Chef von LVMH, dem größten Luxuskonzern der Welt, und einer der reichsten Menschen Europas, und demnächst wohl auch Martin Blessing (57), einst Chef der Commerzbank: Sie alle gründen einen SPAC – einen leeren Börsenmantel, für den sie Milliarden Dollar und Euro von Anlegern einwerben.

Allein in den USA wurden im vergangenen Jahr rund 250 dieser Vehikel gegründet, rund 83 Milliarden Dollar flossen dort hinein. Im Januar diesen Jahres hat das Tempo noch mal angezogen: Im Schnitt wurden, so hat der Economist errechnet, pro Werktag fünf SPACs gegründet, sie wurden mit mehr als 26 Milliarden Dollar zugeschüttet – obwohl sie leer sind, also noch gar kein Unternehmen betreiben.

In dieser Woche kam das Thema endgültig in Deutschland an: Der bekannte und erfolgreiche Investor und Finanz-Ingenieur Klaus Hommels , der einen Teil seines Vermögens durch ein sehr frühes Investment in Spotify gemacht hat, hat seinen SPAC in Frankfurt gestartet. 275 Millionen Euro haben ihm Anleger gegeben.

Einfach so - in der Hoffnung, dass Hommels mit ihrem Geld schon eine interessante Firma finden wird, die an die Börse will.

Was ist das Konzept hinter diesen SPACs? Hilft das Privatanlegern, früh in aussichtsreiche Tech-Firmen zu investieren? Oder werden sie einfach nur gemolken ?

Und was bedeutet das für die Finanzierung von Unternehmertum insgesamt - setzen die SPACs Fehlanreize oder sind sie eine Chance für Gründerinnen und Gründer?

Darüber diskutiert in diesem Podcast mm-Redakteur Jonas Rest mit den mm-Chefredakteuren Martin Noé und Sven Clausen. Für Rest, der die SPAC-Szene seit Monaten beobachtet, ist die Sache klar: "Es werden viele Kleinanleger Geld verlieren."

soc
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