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Inflation Sicherungsanlagen

Mehr als 3 Prozent beträgt die Teuerungsrate hierzulande - eine rasante Geldentwertung, die Ihre Vermögenswerte bedroht (siehe Grafik). manager magazin hat die Märkte sondiert und fünf Investments gefunden, die hohen Inflationsschutz bieten.
aus manager magazin 8/2008

Offene Immobilienfonds

Das Investment: Die Beton-Portfolios, die vor allem in Bürotürme anlegen, haben einen eingebauten Inflationsschutz. Die Mieteinnahmen sind zumeist an die Preisentwicklung gekoppelt, steigen also mit der Inflation. Mit guten Ergebnissen überzeugt haben in der Vergangenheit etwa der Euroreal der Credit Suisse (Wertpapierkennnummer, WKN: 980500) und der Morgan Stanley P2 Value (WKN: A0F6G8).

Die Chancen: Im Schnitt brachten auf Europa fokussierte Fonds in den vergangenen 20 Jahren 5,7 Prozent im Jahr.

Die Risiken: Die Finanzkrise trifft auch die Büromärkte; Abwertungen bei den Fonds-Gebäuden sind daher möglich.

Wald

Das Investment: Die Holzpreise stiegen in der Vergangenheit weit schneller als die Inflation. Der Waldindex NCREIF Timberland Property legte in den vergangenen 25 Jahren jährlich um 15 Prozent zu. Anleger können sich bei der Münchener Vermögensverwaltung Döttinger/Straubinger an einem international aufgestellten Waldfonds beteiligen, Mindestanlage: 350 000 Euro.

Die Chancen: Für den Fonds sind gut 10 Prozent jährliche Rendite prognostiziert.

Die Risiken: Unwetter oder Schädlinge können einzelne Baumbestände vernichten. Anleger sollten daher auf eine regionale Streuung der Waldinvestments achten.

Farmland

Das Investment: Agrarflächen verzeichneten in den USA seit 1950 Wertzuwächse von über 6 Prozent im Jahr, deutlich oberhalb der Inflationsrate (4,2 Prozent). Für den Einstieg offeriert die Berenberg Bank den Fonds Farminvest 1, der Flächen im Mississippidelta rund um Memphis besitzt und verpachtet. Mindestanlage:

350 000 Dollar.

Die Chancen: Die Bank rechnet für den Fonds mit einer jährlichen Rendite um 8 Prozent.

Die Risiken: Starker Regen überflutete in diesem Jahr große Flächen am Mississippi, jedoch keine fondseigenen Felder. Die Konzentration auf nur ein Gebiet erhöht aber das Risiko für Anleger.

Industrieaktien

Das Investment: Industriekonzerne können steigende Preise im Einkauf relativ leicht an die Kunden weitergeben; die Aktien bieten daher guten Inflationsschutz. Attraktiv erscheinen etwa der Schweizer Anlagenbauer Sulzer (WKN: AONJPK), der französische Technologiekonzern Schneider Electric (WKN: 860180) und der US-Industrieriese General Electric (WKN: 851144).

Die Chancen: Die aktuell niedrige Bewertung und die gute Marktpositionierung der Unternehmen geben den Titeln langfristig hohes Kurspotenzial.

Die Risiken: Die aktuellen Börsenturbulenzen können auch stabile Aktien ins Minus drehen.

Anleihen mit Inflationsschutz

Das Investment: Die Zinsen der Schuldtitel steigen mit der Geldentwertung. Der Kupon übersteigt die Inflationsrate stets um einen festgelegten Satz; die reale Rendite ist also gesichert. Da die Bonds kaum an der Börse gehandelt werden, bleiben Anlegern meist nur Investments in Fonds wie den Cominvest Inflationsschutz (WKN: A0DKRF) oder den DWS Inflation Protect (WKN: A0B5JR).

Die Chancen: Für zehnjährige Staatsanleihen gibt es aktuell zusätzlich zum Inflationsausgleich gut 2 Prozent Zinsen.

Die Risiken: Bei steigenden Zinsen fallen die Kurse der Anleihen - Fonds drohen dann Verluste.

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