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Schönheitskonkurrenz

Designcomputer: Wie gut ist das Innenleben der schicken Rechner?
Von Heiko Faaß
aus manager magazin 3/2000

Graue Mäuse sind out. Auf den Schreibtischen in den Topetagen ist cooles Design auch beim Computer angesagt.

mm hat drei der schicken Modelle getestet: den G4 von Apple, den Toshiba Equium 2000 und die Visual Workstation von SGI.

Die Probanden gehören laut Hersteller allesamt zur Spitzenklasse der Bürogeräte - was die Rechenkapazität betrifft. Hält die Leistung, was das hippe Styling verspricht?

Sogar mehr als das: Die Designcomputer arbeiten mit neuester Technologie. Das heißt, sie sind superschnell, vielseitig einsetzbar und dennoch recht preisgünstig.

Besonders der Hochleistungsrechner von SGI verblüfft mit hohen Geschwindigkeiten zum vernünftigen Preis. Noch vor kurzer Zeit hätte ein Gerät dieser Art 30 000 Mark und mehr gekostet. Heute ist es ab 8000 Mark zu haben.

Der Rechner kann zudem mit weiteren Prozessoren aufgerüstet werden - ideal für die Bearbeitung von Bildern oder das blitzschnelle Durchkalkulieren betriebswirtschaftlicher Daten.

Leistung bringt die Workstation offenbar bis zum Abwinken. Sogar mehr, als der durchschnittliche Nutzer wirklich braucht.

Wer also nicht ganz so gigantische Aufgaben mit seinem Computer erledigen will, kann seinen Schreibtisch auch mit dem G4 oder dem Equium 2000 zieren. Die beiden Geräte sind nicht so fix wie die Workstation, sehen dafür aber noch besser aus.

Dem stolzen Besitzer machen sie das Leben leicht: auspacken, einstecken und gleich losarbeiten. Das alte Versprechen der Computerhersteller wird bei den neuen Designmodellen endlich Wahrheit.

Das Toshiba-Gerät steht zudem nicht wie festgenagelt auf dem Schreibtisch. Das kleine Leichtgewicht ist gut transportabel.

Zu den Angeboten von Apple, Toshiba und SGI passt am besten ein edler Flachbildschirm.

Das zum G4 angekündigte Cinema Display konnte mm noch nicht testen. Der ultraflache Monitor mit beinah 56 Zentimetern Bildschirmdiagonale im neuen halbtransparenten Apple-Look ist noch nicht verfügbar.

Wem die Designprodukte für den Schreibtisch immer noch nicht individuell genug sind, kontaktiert Le Tosh (www.letosh.com).

Der Computertuner stylt Notebooks von Toshiba ganz nach Wunsch. Zu Preisen zwischen 6000 und 8500 Mark stehen Grundmodelle in vier verschiedenen Lackierungen zur Auswahl. Ganz persönliche Haute Couture ist auf Anfrage möglich - zu entsprechenden Konditionen. Heiko Faaß

Apple Power Mac G4

Der neue G4 von Apple verzaubert durch außergewöhnliche Form und Farbe. Neben exotischem Aussehen hat er aber auch richtig Leistung zu bieten. Die G4-Prozessoren von 350 bis 450 Megahertz sind bis viermal so schnell wie ein entsprechend getakteter Intel-PC. Dazu kommt ein mit bis zu 27 Gigabyte üppiger Speicherplatz auf der Festplatte. Die schnelle Grafikkarte und der große Arbeitsspeicher helfen, so manchen PC zu überrunden. Eine Erweiterung der Fähigkeiten des G4 ist einfach: aufklappen, Zusatzmodul einstecken, fertig.

Einziges Manko des ätherischen Schönheitskönigs unter den Rechnern: Er ist und bleibt ein Apple. Für ihn gibt es nicht die gleiche Masse an Software wie für IBM-kompatible PC, und es kommt immer wieder zu Verständigungsproblemen mit Geräten aus der Wintel-Familie.

Preis: ab 3849 Mark,

Kontakt: www.apple.de

Toshiba Equium 2000

Mit seinem 466-Mhz-Intel-Celeron-Prozessor und der 6-GB-Festplatte zählt er zur PC-Oberklasse. Dabei bietet der Equium 2000 alle Vorteile eines Notebooks. Er wiegt nur 5,8 Kilo und verbraucht mit seinen geringen Abmessungen weniger als ein Drittel des Platzes, den ein Desktop-PC benötigt.

Direkt an den flachen Rechner angebaut ist ein 15-Zoll-TFT-Flachbild- schirm von ausgezeichneter Qualität. Obwohl er für den dauerhaften Betrieb am Arbeitsplatz konzipiert wurde, ist der Equium 2000 mittels eines hinter dem Display angebrachten Tragegriffs leicht zu transportieren.

Preis: ab circa 4900 Mark,

Kontakt: www.toshiba.de

SGI 320 Visual Workstation

Futuristisches Design in Blau und Schwarz für das Gehäuse, ein Display mit strahlenden Farben und brillanten Kontrasten. Die Workstation 320 von SGI entzückt Computernutzer, die von ihrem Rechner Höchstleistungen

und cooles Aussehen verlangen. Die Grafikleistung wird allen Ansprüchen gerecht, die Geschwindigkeit zum Beispiel bei der Bildbearbeitung be- eindruckt, Sound- und Videoausgabe sind Spitzenklasse.

Nicht jeder wird sich das Rechengenie leisten wollen. Aber wer die Visual Workstation einmal benutzt hat, wird nie wieder auf sie verzichten wollen.

Preis: ab circa 8000 Mark,

Kontakt: www.sgi.de

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